Alea iacta est. Ein Spruch, den so ziemlich jeder kennt – zu Deutsch: Der Würfel ist gefallen. Im neusten Action-Puzzlespiel von Ubisoft fällt der Würfel zwar nicht, dafür rollt er aber um so mehr. Die französischen Entwickler von Exee wollen dabei nicht nur eine hübsche Grafik bieten, sondern auch ein ausgetüfteltes Gameplay liefern.
Ob die Umsetzung der Ideen auch wirklich gelungen ist oder die Ansagen nur leere Versprechungen sind, erfahrt ihr in unserem Test.
Inhaltsverzeichnis
Infos über Voodoo Dice
- Action, Puzzle von Ubisoft
- Erscheinungsdatum: 10. Juni 2010
- USK-Altersfreigabe: 0 Jahre
- Plattform:






Gameplay
Voodoo Dice hat eine simple Steuerung, die auch für junge Spieler kein Problem darstellt, denn die Pfeiltasten kann jeder bedienen. Wer sich auf der Tastatur nicht wohlfühlt kann wahlweise auch einen Controller in die Hand nehmen. In einer 3-D Spielewelt muss man sich schließlich als Würfel zum Ziel rollen, wobei man logischerweise nur eine vier-Weg-Steuerung hat, was bedeutet, dass Diagonal rollen nicht möglich ist. Das Spiel bietet dabei über 60 verschiedene Level in vier verschiedenen Welten, die alle neue Herausforderungen und knifflige Aufgaben bieten. Denn einfach nur ins Ziel zu rollen wäre über 60 Level ziemlich langweilig. Daher gibt es immer Hindernisse, die es zu überwindern gilt, sofern man das Level abschließen will. Mit steigender Levelzahl werden diese auch immer mehr und schwerer zu bewältigen. Am Anfang sind es noch im Weg stehende Würfel, die sich auflösen, wenn man mit der gleichen Kopfzahl an ihnen vorbeirollt. Die geht schließlich über Schalter, die aktiviert werden müssen über das Verrücken von Statuen, damit diese auch aktiviert bleiben. Auch durch Pfeile vorgeschriebene Wege können durch eben diese Statuen verändert, beziehungsweise verkürzt werden. In den späteren Leveln kommen dann noch weitere Hürden wie zum Beispiel Items, die den Würfel verlangsamen, verschnellern oder die Steuerung umkehren. Fies wird es, wenn man das Item erwischt, das bewirkt, dass man so lange weiterrollt, bis man an ein Hindernis stößt. Dies kann vor allem in Leveln problematisch werden, in denen es noch andere Würfel gibt, die jedoch nicht nur da stehen, sondern sich ebenfalls bewegen einen zermalmen, sofern man in ihre Bahn gerät. Wird man zerstört muss man logischerweise von Neuem anfangen – teilweise sehr ätzend.
Desöfteren muss man auch mit einem Partnerwürfel, den man ebenfalls durch die gleiche Kopfzahl aktivieren kann, zur Hilfe ziehen, um bestimmte Hürden – wie Löcher – zu überwinden. Schwierig wird es oft, wenn zwei Würfel nebeneinander liegen und man diese nur auflösen kann, wenn man mit seinem Partnerwürfel und der gleichen Kopfzahl vor diesen steht. Eine ziemlich knifflige und gelegentlich auch nervtötende Angelegenheit. Mit steigerndem Level werden auch muss man die Hürden auch in Kombination meistern, zum Beispiel indem man die Statuen geschickt über die Pfeile bewegt und so neue Wege ermöglicht.
Leider mit treten mit der Zeit auch immer mehr Fehler im Spiel auf, was vor allem in der dritten Welt spürbar wird. So ist der Partnerwürfel nach Angaben des Spiels nicht zerstörbar. Beim Testen geschah es jedoch trotzdem öfter, dass wir zerstört wurde, obwohl wir auf dem Partnerwürfel standen. Nachdem wir über ein Loch rollten starben wir auch desöfteren – grundlos! Das kann mit der Zeit ziemlich nervig werden… denn der Spieler macht ja schließlich nichts falsch.
Präsentation
Beim Starten des Spiels wird man, sofern man nicht weiß was für eine Art Spiel einen erwartet, ersteinmal vor ein etwas verwirrendes Menü gestellt, das – wie sich schnell herausstellt - simpler ist als es aussieht. Denn schon dort beginnt das Spiel und man muss sich zu dem Menüpunkt den man haben will rollen. Das Feld ist natürlich klein gehalten, sodass es schnell geht – ein sehr guter Einfall. Will man an den Einstellungen etwas ändern, so muss man mit dem Würfel nur darüberrollen. Wenn es eine “Ja-Nein” Option ist, ändert das drüberrollen einfach die bisherige Einstellung. Sollte es etwas mit mehreren Optionen sein, wie zum Beispiel die Auflösung, öffnet sich ein kleines Fenster im Spiel, in dem man dann bequem auswählen kann, welche Auflösung man bevorzugt. Das Spielen im Fenstermodus ist natürlich auch möglich. Bis man Voodoo Dice wirklich spielen kann, dauert es aber noch einen Moment. Denn wie gewohnt muss man sich zuerst einmal einen Charakter anlegen und diesen benennen. Anschließend landet man in einem weiteren Menü, das die Weltenkarte zeigt (nicht die Weltkarte!), auf der man – sofern man gut kombiniert - die Welt in der man spielen will auswählen und erforschen kann. Jedoch muss man zuerst die erste Welt erfolgreich meistern um die nächsten Welten zu erkunden. Hat man sich auf das Feld für die erste Welt gerollt ist es aber immer noch nicht rum. Denn in den Welten gibt es auch unterschiedliche Level, die man jedoch nicht der Reihenfolge nach spielen muss.
Nun geht es endlich los, wir sind im Spiel! An sich sind die Level relativ schlicht aufgebaut und auch grafisch zwar kein Augenschmaus, Auslöser für Augenkrebs werden sie aber auch nicht und man hat eine idyllische und dem Thema entsprechende Map. Denn jede Welt behandelt ein anderes Thema, in der ersten Welt zum Beispiel kommt man sich vor wie in einer alten Mayastädte, während man sich in der zweiten Welt gefühlt bei den Indianern befindet. Auch die Würfel passen sich der nächsten Welt an, sofern man die aktuelle mit guten Zeiten meistert.
Im Hintergrund läuft dabei immer unscheinbare Hintergrundmusik, die man natürlich ausstellen kann, sofern man sie nicht mag. Natürlich macht das Rollen des Würfels oder das Verschieben der Statuen auch Geräusche. Ist man aber wirklich auf das Spiel konzentriert geraten die Geräusche so in den Hintergrund, dass man sie gar nicht mehr wahrnimmt.
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