Ein freidenkender Charakter, mit diversen “chaotischen” Fähigkeiten, Waffen und einer frei begehbaren Welt … klingt vielleicht im ersten Augenblick nach GTA oder zumindestens nach einem Abklatsch des Genre-Vorreiters. Ob sich “The Saboteur” letztendlich jedoch in die Reihe der “Open-world”-Spiele einreihen darf oder getrost in den Untergrund verschwinden darf, haben wir im zweite Weltkrieg Szenario von “The Saobteur” für euch in unserem Spieletest festgehalten.
Inhaltsverzeichnis |
Details über The Saboteur |
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für folgende Konsolen erhältlich: |
Story
Sean Devlin ist ein trinkender, Frauenheld mit einem händchen für besondere Probleme, welche seiner Meinung nach wohl am ehesten mit der einen oder anderen Faust gelöst werden können. Doch Sean ist nicht nur irgend ein Ottonormal-Ire, nein, nebenbei ist er auch einer der besten Rennfahrer der 40er Jahre. Klingt nach einem ganzen Sack voller Klischeehafter Action-Held Eigenschaften? Kein Wunder, denn so ist es auch! Doch Klischee’s werden erst dann zu “Trash”, wenn Sie in natürlichen Settings aufkommen und so ließ sich das Entwickler-Team rund um “The Saboteur” nicht die Möglichkeit nehmen, die Klischeehafte Welt im Jahre 1940 mit allen möglichen Werten und Klischee’s zu füllen, die einen Abrupt zu dieser Zeit in den Kopf schießen und schuf so neben dem trinkenden Iren, seinen größten Konkurrenten, den deutschen Rennfahrer Kurt Dierker, welcher neben seinem Talent für den Motorsport, seinen deutschen Kollegen auch anderweitig zur Hand geht.
Nach dem Kurt dann kurzer Hand das Rennen in Saarbrücken durch einen mehr oder minder sauberen Eingriff für sich entscheiden konnte, entscheidet sich Sean und sein bester Freund Jules dazu, Kurt’s Silberpfeil einer besonderen Behandlung zu unterziehen und demm werten Vorzeigedeutschen so eine Lektion zu erteilen.
Was die beiden Draufgänger nicht über den arroganten Schnösel wissen, ist die Tatsache, das dieser natürlich (wie könnte es auch anders sein) für die Nazi’s tätig ist. Doch nicht als normaler Offizier oder Soldat, nein Kurt ist weit aus mehr … und so finden sich Sean und Jules nach der kleinen Racheaktion schnell in Kurt’s Verhörzimmer wieder, wo Sean mit ansehen muss, wie Jules durch sein verschulden hingerichtet wird.
Einige Monate später, finden wir uns wieder in Paris wieder und beginnen zu verstehen, das wir Nazi’s mehr hassen, als Ratten in der Suppe und beschließen kurzer Hand unser Talent für einen groß angelegten Rachefeldzug gegen die Nazi’s und vor allem gegen Kurz Dierker aus zu weiten.
Gameplay
Spieltechnisch bietet “The Saboteur” leider in keinster Art und Weise innovative Spielgeschehen. So lässt sich das Spiel schnell als Mix aus GTA, Spliter-Cell und Assasins Creen beschreiben und abstempeln. Doch nur weil es das Rad nicht neu erfindet, heißt es ja nicht das es keinen Spaß machen muss. Und so erkundet Ihr Paris, zu Fuß, kletternd oder mit einem Fahrzeug eurer Wahl.
Wer Paris dabei gerade zu Fuß erkundet, wird feststellen, das sich die “Kraut’s” bereits überall breit gemacht haben und das selbst in eurem favorisiertem Stripschuppen. Das passt euch natürlich gar nicht und erledigt mit Luc den einen oder anderen Nazi. Anfänglich beruht sich euer Waffenarsenal dabei nur auf eure eigenen Gliedmaße, doch wer glaubt damit nicht aus zu kommen, sollte erst ein mal einen gepflegten Tritt in die Juwelen eines Kraut’s setzen oder selbigen vom Dach werfen. Wo die Fäuste und Tritte gut sitzen, macht die Griff-Funktion des öfteren Probleme, denn während Ihr bei vergleichbaren Titeln nur relativ nahe sein müsst, um euren Kontrahenten zu greifen, müsst Ihr in “The Saboteur” eurem Wiedersacher schon fast auf die Füße treten, um diesen zu greifen, dies ist gerade bei den anfänglichen Schleich-Missionen des öfteren recht anstrengend.
Apropos Missionen, “The Saboteur” spielt sich ähnlich wie GTA, Ihr nehmt von diversen Auftraggebern diverse Aufträge an, dies kann ein Sprengstoff Attentat, eine Befreiungsmission oder gar ein Diebstahl sein. Die Entwickler haben sich hier recht viel einfallen lassen und auch ähnlich klingende Missionen interessant und abwechslungsreich verpackt, so das dies nicht all zu schnell gähnend langweilig wird.
Das liegt vor allem daran, das es neben den normalen Stealth- und Kampfmissionen auch Rennen oder Minispiele zu entdecken gibt, welche nicht immer etwas mit eurem Auftrag oder Handlung zu tun haben, aber dazu einladen, sich und seine Umgebung etwas näher zu betrachten. Habt Ihr eure Mission erfolgreich erledigt, könnt Ihr euch neue Features, wie das Kaufen neuer Waffen oder das sammeln von Autos als zweites Hobby freischalten. Natürlich kommt Ihr an das nötige Kleingeld in dem Ihr die vorgegebenen Missionen erledigt, aber auch einzelne Stellungen, Türme oder Scheinwerfer der “Kraut’s” bringen bares und erleichtern euch im fortschreitenden Spielverlauf, deutlich euer Dasein als Saboteur. Wer sein Geld sparrt, kann neben neuen Waffen auch selbige aufrüsten oder mit neuen Boni versehen. Ein wenig mehr Munition für die Maschinenpistole? Kein Problem, ein Gang zum ansässigen Waffenhändler des jeweiligen Viertels genügt, um sich das gewünschte Upgrade zu kaufen.
Aber natürlich könnt Ihr nicht nur eure Waffen und Karren aufmotzen, auch eure Fertigkeiten als Saboteur können sich durch das bestimmte erfüllen diverser Aktionen aufleveln. So steigert Ihr eure Scharfschützenfähigkeiten oder das platzieren von Sprengstoff um effizienter gegen die Kraut’s vor zu gehen.
Die Steuerung ist dabei recht gut gelungen, so fällt es leicht Dächer zu erklimmen oder mit einem Fahrzeug durch die Straßen zu heitzen. Allerdings können hier die Ideengeber Assasins Creed 2 oder GTA 4 deutlich besser punkten, rund um lassen sich aber keine ungewollten Schlenker oder Abstürze bemerkbar machen und so hinerlässt “The Saboteur” auch hier einen recht runden Eindruck.
Präsentation
Grafisch macht “The Saboteur” einen technisch reifen Eindruck. Anfänglich mögen eventuell die Sin-City artige Sicht und die starken Kontraste ein wenig störend wirken, doch hat man sich erst ein mal an die Sicht gewöhnt, bereut man es gleich, wenn man ein Viertel inspiriert und somit mit Farbe gefühlt hat. Denn der dramatische Graufilter sorgt mit unter für die passende Stimmung und das quentschen Dramatik, das die farbenfrohe Variante mit der wirklich schön komponierten Musik vermissen lässt.
Dennoch lässt sich grafisch bis auf kleinere Ruckler und einige Popups technisch nichts bemängeln, auch wenn es grafisch nicht zu den stärksten Titeln auf den Konsolen gehört, ist es für ein “Open-World”-Spiel immer noch im oberen Bereich. In Punkto Synchronisation und Soundtrack wurde dabei alles richtig gemacht, so wirken die Stimmen passend und nicht einfach nur runtegelesen. Gerade die teilweise bekannten französischen Lieder (wenn man es so nennen will), wirken klasse und bringen ein Hauch Realismus mit ins Spiel.
Fazit
Wer hätte das gedacht, Saboteur macht einen durch aus durchwachsenen Eindruck und das obwohl es nicht an die durdachte und ausgepfeilte Kreativität eines GTA 4 oder Assasins Creed 2 ran kommt. So wird die Geschichte spannend und visuell ansprechend geschildert und kann auch längerfristig den einen oder anderen Spieler fesseln. Nicht zuletzt wegen der wirklich hervorragend umgesetzten Musikuntermalung, welche sich perfekt in das Setting integriert und einen Hauptteil der tollen Atmosphäre ausmacht. Fans von GTA oder AC dürfen ruhig mal “den Saboteur” kosten.
Pro’s
- Toller Sin-City Effekt
- Atemberaubender Soundtrack
- Gute Synchronisation
- Spannende Erzählung
Contra’s
- Teils sehr überspielte Charaktere
- Lausige Nebenaufgaben
Gameplay:
The Saboteur ist eine gelungene Kreuzung aus GTA 4 und Assasins Creed 2, die wirklich unterhalten kann.
Grafik:
Grafisch macht das Spiel eigentlich alles richtig und kann sich schon als ansehnlich bezeichnen lassen, kleinere Ruckler und Popups schmälern nur bedingt die Euphorie.
Sound:
In Punkto Sound wurde hier der Charm und die Atmosphere des Settings perfekt eingefangen und wirkt mehr als nur als schnödes Beiwerk.
85%
Gesamtwertung
