Nach rund 5 Jahren Entwicklungszeit, hat es Tekken 6 erneut auf die heimischen Konsolen geschafft. Moment! Konsolen? Richtig, denn zum ersten mal ist der sonst exklusive Königstitel der Prügeleien nicht mehr exklusiv für die Playstation 3 Entwickelt worden, sondern auch parallel für die Xbox 360. Ob sich das Beat ‘m Up auch dieses mal an die Spitze katapultieren klar ist ungewiss, oder etwa doch nicht?
Inhaltsverzeichnis |
Details über Tekken 6 |
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für folgende Konsolen erhältlich:
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Story
Tekken 6 bietet wie die Vorgänger auch neben dem obligatorischen Arcade-Modus, eine Kampagne, welche sich an Hand jedes Kämpfers mit einer eigenen kleinen Geschichte entlang hangelt, leider ist diese recht langatmig und kompliziert. Aber mal ehrlich wen interessiert das auch? Dead or Alive besaß keine richtige Story, Street Fighter auch nur mehr oder weniger und Tekken 6 brauch auch keine Story! Denn letztendlich interessiert keinen ob man nun die bösen Klone eines verrückten durch die Level kloppt oder nur X-beliebige Typen.
Somit dient auch in Tekken 6 die Geschichte nur als schlichtes Beiwerk und wird eher dürftig und locker erzählt.
Gameplay

Flink, fröhlich und Fett ... Bob!
Wie bereits erwähnt bietet Tekken 6 dem Spieler die Möglichkeit eine Kampagne zu spielen. Dabei schlüpft Ihr in die Rolle von einen der 40 vorhandenen Kämpfer und schlagt euch durch rund 40 Teilabschnitte, allerdings ist das neue “Herzstück” von Tekken, eher ein schlechter Abklatsch der Final Fight-Serie und beweist sich als monotone und vor allem enge Schlauch-Level-Prügelei. Und das ist verdammt schade, denn eigentlich sollte Namcos Vorzeige-Titel durch Qualität und nicht durch Quanität punkten. Wer es jedoch schafft die 40 Abschnitte zu meistern, erhält als Belohnung für seine Charaktere Comic-Wortlaute, Kostüme und die wirklich schönen Abspannvideos.
Neben dem Kampagnen-Modus, bietet euch Tekken natürlich in gewohnter Qualität die obligatorischen Arcade-, Team-, Zeit- und Survival-Modi. Im Arcade-Modus geht alles seinen gewohnten Lauf, allerdings müsst Ihr nicht wie sonst erst jeden zusätzlichen Charakter freispielen, sondern könnt euch direkt einen der 40 spielbaren Figuren zur Brust nehmen. Für einige wie zum Beispiel Gelegenheitsspieler ist dies sicherlich erfreulich, richtige Zocker vermissen aber das mühsame freispielen und die schöne Belohnung eines bezwungenen Endgegners wahrscheinlich.
Bei den 40 spielbaren Figuren handelt es sich größtenteils um altbekannte Gesichter, allerdings befinden sich nun 6 neue Recken in den Reihen der Tekkenianer. Alsia die Cyborgdame, der dicke Karate-Meister Bob, die deutsche Leo, ein spanischer Aufschneider namens Miguel, der Technikfreak Lars, die gelenkige Zafina und der Tekken-Altmeister Heihachi. Aber natürlich fehlen auch die typischen “Spaßfiguren” auch im 6. Teil von Tekken nicht und so sind der Panda und die Trainingspuppe erneut mit von der Partie. Jeder der vorhanden Charaktere hat bis zu 100 verschiedene Schlagvariationen auf Lager und so spielt sich in den meisten Fällen kein Kampf wie der andere. Natürlich lassen sich diese Schläge noch durch diverse Griffe, Würfe und Furienattacken ergänzen. Optimal wird die Kombination aber erst durch das geschickte aneinanderreihen eurer Attacken, so das der Gegner förmlich in der Luft gehalten wird.

Bei Tekken 6 gehts mächtig zur Sache!
Dabei wird die Steuerung in üblicher Tekken-Manier gekonnt einfach und doch umfangreich kompliziert gehalten, so werden Tricks und Kombinationen durch das aneinanderreihen diverser Knopfbetätigungen und einzelner Richtungsanweisungen ausgeführt und gelingen erst dann perfekt, wenn das Timing und die Position des Gegner optimal abgestimmt werden. Um dies zu üben, bietet euch Tekken 6 den nötigen Trainings-Modus, in dem Ihr wild auf euren Kontrahenten einprügeln dürft, dies bietet sich nicht nur für Neulinge sondern auch für Veteranen an, denn Tekken bietet neben den Kombinationen des Vorgängers auch einige neue Techniken und Tricks parat.
Euer können dürft Ihr dann auf 16 verschiedenen Arenen erproben, wovon 9 Level aus der Originalversion der Spielfassung übernommen wurden inklusive dem Endkampf mit dem Riesendämonen Azazel.
Präsentation

Da funkt es wohl zwischen den beiden ...
Grafisch macht Tekken 6 zwar nach wie vor einen guten Eindruck, allerdings hebt es sich nicht mehr wie sonst von der momentan sehr starken Konkurrenz ab. Da helfen auch die guten Animationen und die “leicht” demolierbare Umgebung nichts. Nett anzusehen sind allerdings die kleinen Details, wie Schneespuren oder Risse in den Bodentexturen beim einschlagen. Der sonst so typische Tekken-Stil wurde dabei getrost beibehalten, kann aber mittlerweile auch niemanden mehr vom Hocker reißen, gerade da dieser auch in anderen Spielen genauso gut oder sogar besser vorkommt, lassen gerade Spiele mit starken visuellen Stilen, wie beispielsweise Street Fighter 4 eine große Kluft in der Gestaltung entstehen. Namco schafft also mit Tekken 6 einen grafisch ansehnlichen Nachfolger, der leider die versprochenen Maßstäbe nur mäßig erfüllt.
Soundtechnisch bietet Tekken 6 knackige Schlaggeräusche und schrille “Techno”-Soundtracks oder wenigstens etwas in der Art. Allerdings sind diese sehr “individuell” und treffen wahrscheinlich nicht jedermanns Geschmack. Auch die “Ausatmungen” während des Schlagens klingen in den meisten Fällen eher wie ein Niesen oder Spucken, jedoch ist dies auch schon meckern auf hohem Nievau und sollte beim spielen nicht großartig auffallen.
Mehrspieler

Arschtritt gefälligst?
Wie jedes Beat ‘m Up bietet auch Tekken 6 im Mehrspieler-Modus den höchsten Grad an Komplexität und Spielspaß. Allerdings trennt sich hier schnell die Spreu vom Weizen und so führt zwar das wilde rumgehacke auf dem Pad das eine oder andere mal zum Erfolg, allerdings ist dies auch eher die Ausnahme, denn die schiere Masse an unterschiedlichen Schlägen und Kontern scheint ein Großteil der Tekkenianer bereits mehr als nur verinnerlicht zu haben und so sieht man als Neuling nur selten Land in den recht schnellen Kämpfen. Generell kann man wenn man sich aber auch auf reine Freundschaftsmatches beschränken oder sich eben doch bei genügend Übung in Ranglistenspielen versuchen.
Fazit
Obwohl bei Tekken 6 die Innovation gänzlich vermisst wird, liefert Namco das wohl beste Tekken seit langem ab. Ein riesen Angebot an Spielfiguren, etliche Schlag-, Konter- und Griffmöglichkeiten schnüren ein geballtes Prügelepos, welches seines gleichen sucht. Einzig und allein die verhunzte Kampagne schmälern ein bisschen die vorher so hoch gelobten neuen “Features”. Anfänger oder auch Umsteiger werden sich jedoch wohl leicht überfordert fühlen und einige Stunden üben müssen, bevor der Tekken-Rhytmus auf sie über geht.
Pro’s
- 40 Charaktere
- Über 100 Schlagvariationen
- Etliche Kombinationsmöglichkeiten
- Originallevel der Spielhallen-Fassung
- Alle Charaktere sofort freigespielt
Contra’s
- Mäßiges Sounderlebnis
- Langweilige und schwache Kampagne
- Nicht gerade Einsteigerfreundlich
Gameplay:
Tekken wie man es lebt und liebt. Leider recht Einarbeitungspflichtig …
Grafik:
Grafisch macht Tekken durch aus eine gute Figur, lässt aber ein AHA-Erlebnis völlig außen vor.
Sound:
Tekken kann man auch ohne Sound spielen, oder nicht?
86%
Gesamtwertung


fERs 5. November 2009 um 00:39
Ich fands schon auf der gamescom nicht so richtig ansprechend, aber 86 ist ja immer noch ganz gut.
ERSTER! :P
Termi1992 5. November 2009 um 08:45
Naja Tekken ist ja im Prinzip nur Tastenhämmern und Fertig. :D Da gabs noch nie eine wirkliche Kampagne. Aber ich denke mal das Spiel wird komplett gleich wie die vorgänger :D
fERs 5. November 2009 um 10:35
Ja, nur mit mehr Charakteren und aeh… ja nix…