Pripyat. Wem dieser Name nicht sofort etwas ins Gedächtnis ruft, der ist entweder nach 1986 geboren oder interessiert sich grundsätzlich nur für das was Top aktuell bei “Popstars” oder “Deutschland sucht was auch immer” passiert.
Deshalb gibt es jetzt einen kurzen Geschichts Unterricht für euch damit ihr auch wisst um was es sich bei dem Spieletest handelt.Pripyat ist eine Stadt in der Ukraine, in der bis in die Mitte der 80ziger Jahre ungefähr 48000 Menschen wohnten, die hauptsächlich in einem Betrieb zusammen gearbeitet haben, welcher 1970 errichtet wurde. Den Atomreaktor Tschernobyl. Spätestens jetzt sollte es bei euch geklickt haben.
Den der Spiele Entwickler GSC Game World entführt euch mit dem 3ten Teil der Stalker Reihe “Call of Pripyat” in die Spiel bezeichnende Stadt und ihre Umgebung. Doch ist es das Risiko wert über die Nuklear verseuchte Einkaufsmeile zu flanieren, und sich Grünlich glühende Sandalen aus dem Schaufenster zu nehmen? Wir von Gnomgames.de haben unsere Schutzanzüge angezogen, die Schrottflinten gesäubert und mehrere Pullen Wodka eingepackt, um euch einen genaueren Blick auf die Geisterstadt und ihre Anomalien zu verschaffen.
Inhaltsverzeichnis |
Details über Stalker: Call of Pripyat |
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für folgende Konsolen erhältlich: |
Story
Ihr seit Alexander Degtyarev, ein ukrainischer Geheimdienst Agent der den Auftrag bekommen hat, nach Pripyat vorzustoßen um dort 5 von der Ukrainischen Behörde direkt nach der Zerstörung des Hirnfresser versandte Hubschrauber,und deren nicht wieder auftauchen zu untersuchen. Also macht ihr euch auf, mit einer abgesägten Ak 47, ein paar Pullen Wodka, etwas Wurst die für 2 Wochen haltbar ist und als Stalker verkleidet die Hubschrauber zu finden. Zeitlich spielt sich das ganze ungefähr 6 Jahre nach der zweiten Explosion Tschernobyls ab, also im Jahre 2012, nur um ein paar Tage nach hinten versetzt zum ersten Teil von Stalker.
Gameplay
Call of Pripyat spielt sich ähnlich wie die beiden Vorgänger, was man nicht eindeutig als Vorteil auslegen kann. Die ersten 1-4 Stunden ist der Spieler dazu verdammt, durch öde und triste Gebiete zu marschieren, rudimentäre Nebenaufträge ab zulaufen, und sich in tristen Textblöcken mit Npc Kameraden zu unterhalten. Man ist öfters dabei sich zu fragen, ob man das den nicht schon irgendwann einmal erlebt hat. Doch nach der anfänglichen Trostlosigkeit, dreht das Spiel urplötzlich auf und gewinnt rasant an fahrt. Die Atmosphäre wird immer dichter, und alles um einen herum ergibt langsam aber sicher einen Sinn. Und nicht nur die Hauptmissionen sind diesmal gut geskriptet, sondern auch die Nebenmissionen (72 an der Zahl) werden nicht mehr per Zufall erstellt, sondern GSC hat selber Hand angelegt, und somit einen der Stolpersteine des Vorgängers gänzlich ausgemerzt.
Die Jagd auf Artefakte, Monster und feindliche Fraktionen wurde diesmal eindeutig schwungvoller und brisanter inszeniert. Zum Beispiel benutzt ihr Giftgas um ein Blutsauger Nest aus zuräuchern, überfallt mit euren Kameraden eine Truppe von Stalkern um sie ihrer Artefakte zu entledigen, oder bewegt euch mit einem anderen Stalker zusammen durch eine Horde schlafender Monster, oder erfahrt durch den Tag und Nacht Zyklus was an einer Brücke passiert ist, an der lauter Transporter in der Leitplanke hängen, oder oder oder.
Manche Ungereimtheiten gibt es aber weiterhin zu verzeichnen. Darunter sind Dinge wie der Waffenwechsel, das ständige herum switchen zwischen dem Inventar und dem Spiel und noch so einige weitere kleine Dinge, die zwar nicht den Spielspaß einschränken aber einfach nicht sein hätten müssen.
Präsentation
Die Atmosphäre in Call of Pripyat ist wahrlich ein Pracht, auch wenn das nun nicht wirklich auf die Umgebung oder die Figuren oder ähnliches zutrifft, die sehen dank der nun schon seit 2007 benutzen Grafikengine mittlerweile doch sehr veraltet aus. Viel zur grandiosen Stimmung trägt der oben bereits erwähnte Tag- und Nachtwechsel bei, der dem geschehen auf dem Bildschirm eine eigene Gruselige Atmosphäre verleiht. Hingegen wirkt in der Zone alles etwas trist und farblos, aber so ist das nun mal wenn man sich in ein radioaktiv verseuchtes Sperrgebiet traut. Das Sahne Stück der Engine ist aber ohne Zweifel die gelungene Skybox, die ihren großen Teil zum guten Spielgefühl beiträgt.
Ebenso hervorragend inszeniert wurden die Untergrundpassagen die man erst in dem letzten paar Stunden des Spiels zu Gesicht bekommt, und die einem nochmal das Adrenalin durch die Adern pumpt. Fast schon panisch versucht ihr in den dunklen Gängen nach Geräuschen eurer Gegner zu lauschen, die nicht nur sehr leise sondern auch noch fast unsichtbar sind. Der blanke Horror im positiven Sinne. Des weiteren wird das Spiel immer detaillierter je näher man Pripyat kommt. Ist das Spiel am Anfang noch recht Detailarm, wird immer mehr und mehr gegen Ende sichtbar, und dies nicht nur in Bezug auf die Landschaften, sondern auch die Gebäude und Anomalien sowie Monster,diese werden immer besser und vom grafischen Standpunkt her anspruchsvoller.
Hervorheben darf man sagen, das bei meinem 7 stündigen Spieletest, es keinen einzigen Absturz gab. Wo hingegen die beiden Vorgänger noch Bug verseucht waren, hat GSC es endlich geschafft beim 3ten Teil alles Programmiertechnisch richtig zu machen.
Mehrspieler
Natürlich darf der obligatorische Mehrspieler Modus bei einem 3d Shooter nicht fehlen. Und dort hat GSC nun auch nichts großartiges gegenüber den Vorgängern verändert. Es gibt 17 Karten und die gleichen Spielmodi (Deathmatch, Teamdeathmatch, CTF, aka. Artefakt Jagd und Artefakt Eroberung) und im großen und ganzen ist es wie bei den Vorgängern auch. 2 Partien und dann spielt man wieder etwas anderes im Multiplayer.
Fazit
Stalker ist schon so ein Ding für sich. Einerseits mögen die Fans es wegen der Atmosphäre und dem packenden Thema. Andererseits wird es von vielen wegen der Unspielbarkeit und der abstrusen Fehlern gemieden. Ich bin Zwiegespalten und mag einerseits die Atmosphäre die sich im späteren Teil des Spiels wie eine radioaktive Wolldecke über einen stülpt, andererseits treiben mich Kleinigkeiten die die Konkurrenz schon seit Jahren ausgebessert hat in den Wahnsinn.
Pro’s
- Tolle Atmosphäre
- Kaum noch Abstürze
- Viele versteckte Extras
- Glaubwürdige Spiele Welt
Contra’s
- Keine Vertonung / Dialogtafeln
- Einstiegshilfen nicht vorhanden
- Anfang sehr trist
- Kleine Design-Fehler
Gameplay:
Am Anfang ist das Gameplay Stalker typisch eher trist, nach einer Weile Einspielzeit nimmt das Spiel aber rasant fahrt auf.
Grafik:
Man merkt der Grafik ihren nun doch schon beinahe 3 jährigen Lebenszyklus deutlich an, daran kann auch die tolle Skybox nichts ändern.
Sound:
Der Sound ist Shooter typisch in Ordnung, und Stellenweise z.B. in den Dunklen Gängen auf dem Weg nach Pripyat hervorragend. Leider keine Vertonung der Npc`s sondern nur dröge Texttafeln.
77%
Gesamtwertung
