Nervenaufreibende Verfolgungsjagden gegen die Polizei, filmreife Storysequenzen, spannungsgeladene Straßenrennen durch eine wunderschöne Stadt sowie eine packende Storyline rund um Verrat, Schmuggel und die gefährliche Undercoverarbeit. Dies und vieles mehr versprach EAs Racing-Studio ”Blackbox” vom neusten Teil der Need for Speed Reihe. Top oder Flop? Ihr erfahrt es nun in unserem Review!
Inhaltsverzeichnis |
Details über Need for Speed: Undercover |
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für folgende Konsolen erhältlich:
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Story
Ein spannungsvolles Leben, führt so ein verdeckter Ermittler. Die ständige Angst, entlarvt zu werden, immer auf der Flucht. Nebenbei noch einige Verbrechen im Namen des Guten und hin und wieder kreuzt eine heiße Gangsterbraut den Weg. EA hat das Story-Prinzip schon in einigen Teilen der Need for Speed Serie eingebaut, nun auch im neusten Teil ”Need for Speed Undercover”. Die Story wird, wie auch schon im vorletzten Teil (Most Wanted), in einigen Filmsequenzen erzählt. Auf bekannte Schauspieler müsst ihr genauso viel verzichten, wie auf gute Qualität bei den Storyschnipseln. Durch Farbfilter und Kamerafahrten sollen die Sequenzen ”cool” getrimmt sein, allerdings wirken sie an manchen Stellen sehr amateuerhaft & peinlich. Vor allem die übertriebene, deutsche Synchro lässt sehr zu wünschen übrig. Gott sei dank jedoch liegt die Wahrheit bei Rennspielen nicht in der Story oder in den Zwischensequenzen, sondern auf der Straße!
Gameplay
Need for Speed: Undercover entführt euch in die Tri-City Bay Area. Dies ist eine fiktive, freibefahrbare Stadt, welche, wie in so vielen Videospielen, New York als Vorbild hat. Ähnlich wie bei den Vorgängern Underground 2 & Most Wanted, müsst ihr die Stadt erst erkunden bzw. neue Teile davon freifahren, bevor ihr in den kompletten Genuss von Tri-City Bay Area kommt.
Ebenfalls aus den Vorgängern (Most Wanted) bekannt sind die Verfolgungsjagden mit den Gesetzeshütern. Es gibt, ähnlich wie bei GTA, ein Fahndungslevel, welches mit verursachten Unfällen, verachten der Ampelreglung oder mit dem überschreiten der Geschwindigkeitsbegrenzung immer weiter steigt. Auf Stufe 1 beispielsweise, passiert euch relativ wenig. Ab Stufe 3 oder aufwärts, gibt es neben einigen Polizeiradio durchsagen auch die ersten Cops die euch verfolgen. Während wir bei Stufe 3 nur ”normale” Pkw gegen uns haben, bekommen wir bei Stufe 4 & 5 mehrere Helikopter sowie S.W.A.T Busse entgegengesetzt. Um genau diese wieder abzuschütteln, gibt es einige ”Hilfsmittel” der Umgebung mit denen wir interagieren können. Dazu zählen unter Anderem: Einstürzende Tankstellendächer, in sich zusammenfallende Brücken oder auch umklappende Werbebanden. Habt ihr mithilfe eines dieser Mittel die ”Bullen” kurzzeitig außer Gefecht gesetzt, gilt es nun ohne weiteres aufeinandertreffen mit einem Copfahrzeug knapp 15 – 20 Sekunden auszuharren, schon ist das Fahndungslevel auf Stufe 2 und die starke suche lässt nach. Das Kopfgeld, welches auf den jeweiligen Fahrer gesetzt ist, steigert sich mit jeder erfolgreich beendeten Verfolgungsjagd.
Seit Need for Speed: Underground ist es möglich, seine Boliden ordentlich auf zu pimpen und zu tunen. Dies hat nicht nur den Vorteil, dass eure Karre richtig fett aussieht, sondern auch an Schnelligkeit gewinnt. Auch in Undercover gibt es die Möglichkeit, euer Fahrzeug aufzumotzen, allerdings sind die Tuningoptionen längst nicht so vielseitig wie bei anderen Teilen der Serie. Während man in Sachen Optik einige Veränderungsmöglichkeiten, wie z.B dem verändern des Lacks oder dem aufkleben einiger Vinyls oder Sponsorenaufkleber (Nur Offline) bekommt, gibt es beim Thema ”Leistung” nur sehr wenig Freiheiten. So könnt ihr einige Leistungspakete in verschiedenen Bereichen kaufen (Bremsen, Turbo oder Antriebswelle), welche durch eine grobe Einstellung dann noch ein wenig verfeinert werden. Wer auf Mikrometerweises Zylinderkopfdichtungen feilen steht, ist hier deutlich unterfordert.
Das ganze getune hat natürlich auch seinen Preis. Durch das absolvieren von Straßenrennen, Polizeiverfolgungsjagden (Wieder mit dabei), Checkpoint-Rasereien und sonstigen Vollgas-Veranstaltungen sammelt ihr Geld und Reputation. Ersteres gilt der Investition von neuen Autos oder Autoteilen, letzteres dient dazu neue Events & Bossgegner freizuschalten. Die Bossgegner in Need for Speed: Undercover sind besonders harte Street Racer, die ihr im 1 gegen 1 Duell schlagen müsst, dies ist meist aber keine allzu große Aufgabe.
Das was Black Box uns hier als ”Meilenstein im Racing-Genre” verkaufen will, beläuft sich mehr auf ein Rennspiel was endgültig am Tiefpunkt der Serie ist. Es kommt aber noch ”besser”: Sobald ihr ein Rennen startet, wird die komplette, freibefahrbare Stadt vergessen und die abzufahrende Rennstrecke wird eingezeunt. Dies wäre wahrscheinlich nur halb so schlimm, wenn dies auch für den normalen Stadtverkehr gelten würde. Jedoch fährt der KI-Verkehr weiter, als wäre nie eine Absperrung da gewesen.
Zum Gameplay des Spiels kann man sagen, dass es wie in den Teilen davor auch ist: Geschwindigkeitsgefühl kommt auf, eine wirkliche Herausforderung stellt sich einem jedoch nicht entgegen. Die verschiedenen Rennen gestalten sich alle relativ gleich: Vom Start an gilt das Motto ”Wer bremst verliert”. So müsst ihr lenken und das Gaspedal (RT) gedrückt halten, selbst bei steilen Kurven könnt ihr beruhigt die Hand auf dem Gas lassen. Zwischendrin kommt es mal zu einer Kollision mit den KI-Gegnern, jedoch seit ihr meistens nach dem Start schon mit gutem Vorsprung voraus. Technisch ist Need for Speed: Undercover eher ein Reinfall als eine Revolution!
Präsentation
Nach einigen gefahreren Rennen erkennt man selbst als Nicht-Gamer, dass die Ruckler, Schlieren & Popups eindeutig keine ins Spiel eingebauten Effekte sind.
Auch wenn die Lichteffekte mit dem Lense-Flare Effekt und dem glänzendenden Lack auf den Autos noch relativ gut aussehen, sobald Bewegung in die Sache kommt könnt ihr euch mit den anschließenden Augenschmerzen anfreunden.
Sound
Der Sound ist an und für sich ganz okay, leider scheint die sonst gute EA Soundtrack reihe dieses mal ein wenig zu stauchen, denn die Titel rocken wenig.
Mehrspieler
Konnte nicht getestet werden.
Fazit
Das Need for Speed Franchise gehörte zu den Besten im Racing-Genre, für welches man bei einer Fortsetzung gerne den Vollpreis von 69,99 Euro zahlte. Jedoch ist mittlerweile selbst der größte Need for Speed Fan davon überzeugt, dass man am Tiefpunkt der Serie angekommen ist. Wer dafür immer noch eine Bestätigung sucht, der sollte sich Need for Speed: Undercover auf jeden Fall mal anschauen. Für alle anderen gilt: FINGER WEG! Lustige Geschichte am Rande: Criterion zeigt mit Burnout immer wieder, dass man mit RenderWare eine potente Entwicklerumgebung bei EA hat, die sich hervorragend für Rennspiele eignet und selbst in einer offenen Spielwelt glänzt.
Pro’s |
Contra’s |
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Wertung:
- 56% Story
- 69% Gameplay
- 73% Steuerung
- 65% Grafik
- 64% Sound
- -% Multiplayer





