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Need for Speed: Shift Review / Test

von , 01. Oktober 2009 20:17 Uhr

need-for-speed-shiftEs ist mal wieder soweit, Need for Speed geht mit Shift erneut in die Gassenboxen und versucht damit an die glorreiche Zeit der Need for Speed Serie anzuknüpfen. Ob Ihr euch bei den heißen Rennen und den starken Karren ebenfalls hinters Steuer klemmen solltet, haben wir für euch Kreuz und quer auf allen Rennstrecken ausprobiert. Mehr erfahrt Ihr in unserem brandaktuellen Test.

Inhaltsverzeichnis

Details über Need for Speed: Shift

  • Rennspiel von Electronic Arts
  • Erscheinungsdatum: 17.09.2009

für folgende Konsolen erhältlich:


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Story

Mit den letzten Teilen der Serie, versuchte man sich vom reinen Arcadespiel ein wenig zu lösen und dem Spiel durch kleine Storyansätze oder gesonderte Karrierewünsche ein wenig Biss zu geben. Und so steigt auch Ihr im neusten NFS-Titel als Grünschnabel in der Rennszene hinter das Steuer und startet eure Rennfahrer-Karriere. Dabei ist es nicht wie in den vorherigen Titeln euer Ziel, den Cops ein zu heizen und die geilsten Karren ab zu stauben, nein Ihr wollt vom Nobody zur internationalen Rennlegende im Motorsport werden.

Gameplay

nfs-shift-audi-need-for-speedUnd so schmeißt euch der Titel auch direkt ins erste Rennen, nach einer kleinen Probefahrt die euch mit der Steuerung und dem Lenkverhalten vertraut machen soll, erhaltet Ihr ein kleines Budget um euch euer neues Auto auszusuchen. Dabei ist die Palette mit über 60 Fahrzeugen mehr als gefüllt und lädt zum bummeln ein. Aber natürlich könnt Ihr euch anfänglich weder die teuren Schlitten leisten, noch ansehen. Denn wie so oft im Sport ist ohne Moos nichts los und so müsst Ihr euer Cash-Konto mit dem erfolgreichen absolvieren diverser Rennen,  Herausforderungen und Events ordentlich auf polstern. Wer dabei sein ganzes Geld in das Tuning seiner ersten Karre steckt, wird seine Garage dabei wahrscheinlich nie komplimentieren, allerdings werden bei den 3 Unterschiedlichen Renntypen, auch unterschiedliche Fahrzeugeigenschaften verlangt. So fordern die normalen rennen eigentlich ein hohes Maß an Stabilität und Handling, während man beim Driften ordentlich Speed benötigt.

Um diese Eigenschaften eurem Fahrverhalten anzupassen, bietet sich sowohl das aufrüsten neuer Bauteile und Kits an, als auch das manuelle Tunen der einzelnen Komponenten, allerdings ist zweiteres eher etwas für Kenner, der Casual-Gamer kommt mit dem einfachen hinzufügen neuer Bauteile völlig auf seine Kosten und kann dabei nicht nur Leistung sondern auch das Aussehen von innen und außen selbst gestalten.

Aber nicht nur der Fahrbare Untersatz wird sich euren Bedürfnissen anpassen, auch das neue Feature des Fahrerstils bringt ordentlich an Eigeninitiative mit sich. Denn je nach dem wie euer Fahrstil ist, steigt euer Fahrerlevel und ihr erntet Trophäen und Extras. Dabei unterscheidet das Bewertungssystem zwischen einer “präzisen” und einer “aggressiven” Fahrweise.

Zu letzterem gehört natürlich das Rempeln, von der Spur bringen und driften, während der Präzise Fahrer sein Gas und die Bremse gekonnt kontrolliert und sich größtenteils auf der Ideallinie fort bewegt. Und dieses Bewertungssystem mit insgesamt 54 Fahrerlevel, möchte man natürlich voll auskosten und möglichst schnell füllen, um dafür die nötigen Punkte und Sterne ein zu heimsen, muss gerempelt werden was das Zeug hält.

need-for-speed-shift-testDie Steuerung und damit das Fahrverhalten sind gegenüber der Vorgänger deutlich sensibler gestaltet worden und ähneln mit den vielen einstellbaren Parametern je nach Schwierigkeitsgrad schon eher einer Rennsimulation, als einem Arcadelastigem Rennspiel. Dies liegt vor allem an der “happigen” Kurvenlage, denn durch das realistische Verhalten eures Fahrzeuges, ist es nicht mehr möglich in einem Schwupps mit Vollgas um die Kurve zu sliden, denn dann bricht euer Heck schneller aus als euch lieb ist und Ihr findet euch im nächsten Kiesbeet wieder.

Wem das zu viel des guten ist, der kann auch die automatische Brems-, Spurenhilfe und was es sonst noch so tolles gibt aktivieren. Damit bremst die KI für euch vor scharfen Kurven deutlich ab und kontrolliert eure Geschwindigkeit permanent, so das ein ausbrechen unmöglich wird. Der Nachteil der Geschichte ist leider der fehlende Fahrspaß, denn mit gedrücktem X-Knopf “heizt” Ihr durch die Rennstrecke wie auf Schienen und auch die tollen Drifts durch die Kurven werden fast unmöglich.

Leider scheint es den gegnerischen Fahrern nicht anders zu gehen und so fahren diese wie auf Schienen durch die Strecke und können nach der ersten halben Runde auch den gewonnen Abstand kaum noch aufholen. Ein wenig mehr Biss und Aggressivität der KI-Gegner hätte hier den Adrenalinspiegel deutlich anheben können. Dennoch macht das Fahren mit den “automatisierten” Fahrgenossen durch aus Spaß.

Für Leute die sich aber an die “normale” Steuerung gewöhnen und diese auch in den Griff kriegen, bietet Need for Speed: Shift doch einen guten Kompromiss zwischen Rennsimulation und Arcadeflitzer.

Präsentation

need-for-speed-shift-reviewGrafisch wurde ordentlich am Lack poliert und so machen nicht nur die Automodelle, sondern auch besonders das Cockpit einen hervorragenden Eindruck und wird durch die erneut stylische Aufmachung gekonnt in Szene gesetzt. Die Autos wirken dabei nicht nur äußerst realistisch, sie sehen auch so aus! Aber auch die Strecken wurden den realen Vorbildern nachempfunden und so findet man bekannte Rennpisten wie den Nürnburgring auch im Portfolio von Shift. Allerdings bietet auch Need for Speed: Shift Grund zum Meckern, denn die Texturen sind zum Teil ein wenig matschig, was sich allerdings durch die fehlende Zeit/ Lust zum betrachten entschuldigen lässt. Somit schneidet Need for Speed: Shift definitiv von allen Teilen der Serie zur Zeit am besten ab und brauch sich auch vor der starken Konkurrenz nicht verstecken.

Sound

Wo laute Motoren sind, muss auch guter Sound sein und genau den bietet Need for Speed: Shift dem Spieler, mit satten Bässen und starken Klängen werden die Motoren zum grölen gebracht, während euer “Chef” euch für eure einzelnen Rennen und die Events mit kräftiger Stimme näher ans Geschehen bringt. Leider kriegt man einige Sätze, wie zum Beispiel: “Wir wollen dich auf der Pole sehen …” oder dergleichen zu oft wiederholt. Dennoch ist Shift auch hier der wohl beste Need for Speed Teil seit langem.

Mehrspieler

shift-nfs-ps3Beim Mehrspieler-Modus bietet euch Shift einen freien Rennmodus mit bis zu 12 Spielern oder den bekannten Duell-Modus. Somit bietet Shift leider keine wirkliche Abwechslung und ist somit für einen Racer nur durchschnittliche Kost. Während man Online mit bis zu 12 Spielern spielen kann, bleibt einem der Splitscreen-Modus aus, ein Trend der wohl dem Internet zu verdanken ist, aber wer denkt an das heimische Zocken mit Freunden? Die Fernseher sind doch groß genug, beim nächsten mal wollen wir wieder den Splitscreen sehen …

Fazit

Need for Speed: Shift hat sich deutlich aus den Metropolen entfernt und hat damit endlich einen Szenewechsel begonnen der dringend nötig war. Der frische Wind des Motorsports mit den realistischen Fahrzeugen und Strecken, lässt in Verbindung mit dem Ohrenbetäubendem Sound die Herzen der Rennspiel-Fans höher schlagen. Denn Shift ist das wohl beste NFS der letzten Jahre und scheint endlich wieder in die richtige Richtung zu driften.  Die Steuerung und das neue Feature des Bewertungssystem, spielen dabei eine eigene Rolle, wer eher etwas in Richtung Mario Kart sucht, wird mit Shift keineswegs bedient, auch Anhänger von Gran Turismo kommen nur zum Teil auf Ihre Kosten. Rennfahrer die ein wenig Action und arcadelastige Rennsimulationen suchen, können aber beherzt zugreifen.

Pro’s

Contra’s

  • Mehr als 60 Fahrzeuge
  • Viele detailgetreue Strecken
  • Rasanter Sound
  • Viele Optionen
  • Tolle Cockpitansicht
  • Schwache KI
  • Teilweise matschige Texturen
  • Sensible Steuerung

Gameplay:

Ob Arcade- oder Rennsimulation, Shift bietet viele Optionen und jede Menge Fahrspaß.

Grafik:

Die Fahrzeuge und Strecken bieten kompromisslos schöne Grafiken, während einige Texturen ein wenig verwachsen sind.

Sound:

Der Sound lässt das Benzin durch eure Adern strömen! Toll.

Wertung:

Awards

  • 65% Story
  • 91% Gameplay
  • 81% Steuerung
  • 83% Grafik
  • 93% Sound
  • 75% Multiplayer
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