Die Abenteuer des durchgeknallten Ninja’s Naruto Uzumaki, gibt es ja bereits seit geraumer Zeit auf diversen Plattformen. Jetzt steht mit Naruto Shippuden Legends: Akatsuki Rising der 3. Ableger der kultigen Anime-Serie auf der PSP zur Verfügung. Ob Ihr eure Kunai’s schärfen solltet oder ob sich für das neuste Abenteuer der Naruto-Saga auch eine stumpfe Klinge nutzen könnt, haben wir für euch herausgefunden.
Inhaltsverzeichnis |
Details über Naruto Shippuden: Legends: Akatsuki Rising |
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für folgende Konsolen erhältlich:
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Story
Mit Naruto Shippuden wird die Saga des jungen Ninja’s aus dem Dorf Konoha endlich fortgeführt und so setzt die Geschichte auch mit der Rückkehr von Naruto erneut seinen Lauf fort. So kehrt Naruto nach knapp 2 1/2 Jahren intensivem Training mit seinem Lehrmeister Jiraya in sein Heimatdorf zurück. Doch natürlich fängt die Geschichte nicht so einfach an, wie gedacht und so wird Naruto auf den Weg nach Konoha von einer Bande herumstreunernden Banditen “überrascht”. Doch dieses kleine Intermezzo dient nur als Einleitung und wird im Laufe des Spiels zur detaillierten Nacherzählung des Animes und dem Konflikt mit Ataksuki.
Allerdings ist diese recht “wackelig” erzählt und hält sich was die Kämpfe angeht, nicht immer an die vorgegebenen Charaktere, somit wirkt gerade das wichtigste Element der neuen Naruto-Sage recht lieblos umgesetzt.
Gameplay
In Akatsuki Rising schlüpft Ihr primär in die Rolle von Naruto Uzumaki und setzt euch vorrangig gegen diverse Ninja und Konsorten durch. Doch was bietet euch das Spiel sonst noch? Zunächst ein mal werdet Ihr an Hand eures ersten Kampfes gegen die bösen Banditen, mit der Steuerung und dem eigentlich Handling eures Charakters vertraut gemacht, dabei beschränkt sich eigentlich alles auf den Analog-Stick, die 4 Buttons und die Schultertaste.
Während Ihr euch mit dem Analog-Stick durch die Level bewegt, könnt Ihr mit der Viereck-Taste eure Primärangriffe ausführen, mit der X-Taste kann man hüpfen und mit der Kombination der R-Taste und einem beliebigen Knopf, lassen sich eure erlernten Jutsus einsetzen. Um dies alles ein wenig aufzulockern, bietet euch Naruto ebenfalls die Möglichkeit des Kontern und ausweichen. So genügt ein Knopfdruck im richtigen Moment und euer Charakter setzt das Tausch-Jutsu ein, um sich hinter seinem Gegner zu positionieren und zu kontern.
Leider seid Ihr nicht der einzige Ninja auf der Welt, der dies beherrscht und so ist gerade dieser schöne Effekt, das nervigste am ganzen Spiel, denn während Ihr die normalen Gegner schnell aus den Latschen haut, kontern euch gerade die Hauptcharaktere häufiger als es euch lieb ist und so ziehen sich die Kämpfe durch das ständige Ausweichen beider Partien, meistens in eine eher unangenehme und schlauchende Länge.
Neben den normalen Angriffen und den Jutsus, könnt Ihr in Akatsuki Rising auch Items nutzen und so nutzt Ihr mit einem einfachen Druck auf die Dreiecks-Taste eure Kunai’s, Ninjastärne oder sonstige Sekundärwaffen, um eure Gegner gekonnt aus der Distanz zu “pieksen”. Leider hat dies nur wenig Effekt auf die gegnerische Energieleiste und auch die Jutsus lassen stellenweise an Effizienz vermissen, so bietet euch Naruto anfänglich die Schatten-Doppelgänger und das neu erlernte Rasengan. Allerdings sind gerade die “starken” Angriffe, wie das Rasengan sehr anfällig gegen das Tauschjutsu oder gegen gegnerische Bewegungen und so spielt das Glück bei der letztendlichen Treffsicherheit immer noch einen großen Faktor. Allerdings werden die meisten Kämpfe eh durch das Button-Mashing und das damit verbundene Tauschjutsu bestritten, denn jedes mal wenn Ihr angegriffen werdet und Ihr einen Knopf drückt, weicht Ihr wie bereits erwähnt automatisch aus …
Im Laufe des Spiels lassen sich aber eine Menge weiterer Jutsus lernen oder mit anderen Rollen kombinieren. Um dies jedoch umzusetzen benötigt Ihr ein gewisses “Potential”, um dieses zu erlangen sammelt Ihr durch das besiegen von Gegnern und das erledigen von Missionen Erfahrungspunkte und wertet so eure Attribute und Jutsus in bester Rollenspieler-Manier auf.
Des weiteren könnt Ihr nun während des Kampfes auch Items, wie zum Beispiel Gesundheitspillen oder Ninja-Werkzeuge einsetzen, welche entweder von gegnerischen Einheiten gedropped werden oder im Laden “um die Ecke” erworben werden können.
Neben Naruto gibt es insgesamt 17 weitere freischaltbare Charaktere unter denen sich auch Mitglieder von Akatsuki befinden, allerdings spielen sich diese alle recht ähnlich und bieten somit wenig Abwechslungs im eigentlichen Spielfluß. Zusätzlich gibt es von Haus aus keine Auswahlbeschränkung und so bietet das Spiel ein wenig zu viel Freiheit in der eigentlichen Saga, denn die eigentlichen Bosskämpfe müssen nicht mit den vorgegebenen Charakteren des Animes gespielt werden, sondern können nach Vorlieben und Stärke ausgewählt werden. Das ist ja für “nicht”-Fans der Serie ganz schön, vermittelt aber eher einen schlechten Eindruck in der Konsistenz der Geschichte rund um Naruto.
Der Umfang der möglichen Spielmodi hingegen, scheint recht umfangreich und bietet neben einem Szenario-, Missions- und Kampfmodus auch die Möglichkeit sich in Duellen weiter auf zu powern und sich die eine oder andere Münze hinzu zu verdienen. Allerdings spielen sich alle Modi recht ähnlich und bieten neben den verschiedenen Missionszielen, wie zum Beispiel sammel 2 Weizen oder besiege Charakter-XY eigentlich keinerlei Abwechslung. Dabei lauft Ihr durch die schlauchartigen Level und springt von einem “Schlauch” zum anderen, während euch diverses Ungeziefer plagt. So wünscht man sich bestimmt nicht Konoha zu erkunden!
Das größte Handicap des Spiels ist allerdings das “Pausemenü” und die Kamera. Dabei bietet euch Akatsuki Rising die Möglichkeit eure Kamera manuell zu justieren oder eine gegnerische Einheit an zu visieren, allerdings kann man diese anvisierung schwer beeinflussen und klickt sich eher durch die gegnerischen Einheiten durch, bis man die richtige ausgewählt hat, und selbst dann hat man den Gegner nicht ständig im Blickfeld, denn schnelle Ausweichmanöver oder das “abtauchen” in den Untergrund deaktivieren diese Auswahl ungewollt.
Das “Pausenmeü” ist ebenfalls eine Geschichte für sich, denn durch das reine Drücken der Start-Taste pausiert das Spiel nicht, sondern ruft nur das Item- und Charaktermenü auf. Auch wenn man sich dann auf dem Hauptmenü befindet, wird das Spiel nicht pausiert und so bleibt einem nur die Möglichkeit, in den Tiefen der Untermenüs die Pause-Funktion zu suchen.
Präsentation
Grafisch kann sich Naruto Shippuden Legends: Akatsuki Rising durch aus sehen lassen. So kann der Cell-Shading-Look zwar nicht mit den großen Vorbildern der Nextgen-Konsolen mithalten, macht auf der PSP dennoch einen recht durchwachsenen Eindruck. Die Charakter sehen durchweg recht ansehnlich aus und sind klar Wiederzuerkennen. Auch die Animationen und die Effekte der Jutsus machen einen recht ansehnlichen Eindruck.
Allerdings wirken die verschiedenen Level trotz der Abwechslungsreichen Gestaltung recht leer und detaillarm und entpuppen sich bereits nach dem ersten Level als “Schlauchlevel”, welche ab und an mal eine Abzweigung bieten.
Auch Soundtechnisch lässt Akatsuki Rising den typischen Flair von Naruto wiedererkennen, allerdings ist gerade die Songliste sehr begrenzt und wirkt meistens eher beliebig eingespielt, was nicht gerade für die Atmosphäre förderlich ist. Die Sprachausgabe ist dagegen recht “ansehnlich” aufgenommen und lässt sich sowohl mit englischer als auch mit japanischer Tonspur abspielen, eine deutsche Sprachausgabe ist hingegen nicht vorhanden und so müssen wir uns leider mit den Untertiteln begnügen, dies sollte aber gerade für Fans der Serie wenig von belang sein. Die Dialoge an sich lassen leider hingegen wenig Platz für Emotionen und das obwohl der typische Naruto-Witz das ganze Spiel über beibehalten wird, das liegt wohl einfach an der Tatsache, das es so scheint als ob die Dialoge getrennt aufgenommen wurden und deswegen nicht richtig miteinander agieren.
Mehrspieler
Naruto Shippuden Legends: Akatsuki Rising bietet euch die Möglichkeit via Ad-hoc-Verbindung mit einem Freund diverse Spielmodi auch kooperativ zu spielen oder gegeneinander seine Fertigkeiten als Beat ‘m Up zu erproben. Allerdings wird dieses wohl durch die reine Nutzung des Button-Mashings wenig Freude bereiten und bietet jedenfalls nicht genug Argumentationskraft um Akatsuki Rising generell als Mehrspieler-Spiel zu verkaufen.
Fazit
Naruto Shippuden Legends: Akatsuki Rising hätte sicherlich ein gutes Spiel werden können, allerdings trüben das schlechte Leveldesign und die “langweiligen” Kämpfe das Gesamtbild des Spiels deutlich. Auch das Handling der Kamera und die unausgereifte Menüführung sorgen eher für Frust und so wirkt das ganze Spiel noch sehr unfertig. Dabei hat der neuste Ableger rund um Naruto das Potential zu einem richtig schönen Action-RPG.
Auch Fans sollten sich zwei mal überlegen, ob sie Akatsuki Rising wirklich kaufen, denn auch in Punkto Story hält sich das Spiel nur ansatzweise an die originale Vorlage des Kult-Animes …
Pro’s
- Motivierende Rollenspielelemente
- Jede Menge spielbare Charaktere
- Sprachausgabe in Englisch oder Japanisch
Contra’s
- Eintöniges Gameplay
- Schwaches Leveldesign
- Schlechte Kameraführung
- Unzumutbares “Pausenmenü”
- “Falsche” Storykämpfe …
Gameplay:
Generell versucht Akatsuki Rising sich mehr in die Richtung eines RPG’s zu bewegen, allerdings wird dies durch das simple Button-Mashing gänzlich verdrängt.
Grafik:
Die Grafik ist für die PSP durch aus akzeptabel, aber leider somit auch nicht mehr als nur Durchschnitt.
Sound:
Der Sound glänzt mit Narutos guten Soundtrack, kann aber durch die begrenzte Anzahl und die emotionslose Sprachausgabe nicht wirklich überzeugen.
67%
Gesamtwertung
