Weihnachten rückt näher und so ließ es sich Microsoft natürlich nicht nehmen, Sony mal wieder den größten Kuchen im “Partyspiel-Sektor” zu überlassen und so wird dem Vorzeige Konkurrent auf der Xbox360 ein weiterer Teil spendiert. Ob sich die besinnliche Zeit nun mit grölenden Hits der Charts begnügen muss oder wie gewohnt unterm Tannenbaum gesungen werden muss, haben wir für euch in unserem Spieletest festgehalten.
Inhaltsverzeichnis |
Details über Lips: Number One Hits |
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für folgende Konsolen erhältlich: |
Gameplay

Stop Hammer time!
Wie Karaokespiele funktionieren brauchen wir denke ich auch bei Lips nicht weiter ausführen, denn das Prinzip bleibt auch auf der Xbox360 das selbe. Ihr grölt und summt in eure Mikrofone (welche natürlich Kabellos sind) und mit dem mehr oder minder großen Unterschied zu Sony’s Singstar, das die Bewertung eurer Bühnenperformance zusätzlich in eure Gesamtpunktzahl einfließen. Wird es Zeit für eine Pose oder einen besonderen Move, schwingt Ihr euer Mikrofon in der vorgegebenen Bewegung und steigert somit kontinuierlich euren vorhandenen Punktestand. Zusätzlich zu den Performance- und Gesangseinlagen, gibt es aber auch die Möglichkeit, ein im Vorfeld gewähltes Instrument (Triangel, Tamburin etc.) im richtigen Moment (in Form eures Mikrofons) zu schütteln und so in den Gesangspausen euer Konto zusätzlich mit Punkten zu füllen. Die Möglichkeit der Instrumentnutzung gab es zwar bereits im ersten Teil, allerdings wurden diese eher als Beiwerk eingefügt und hatten keinen Einfluss auf euer Ranking. Legt Ihr Lips: Number One Hits das erste mal ein, werdet Ihr bemerken, das sich das Dashboard automatisch aktualisiert, der Grund dafür ist einfach, denn mit dem neusten Ableger haben auch die Avatare Ihren Weg ins Spiel gefunden und präsentieren sich ab nun als ständiger Begleiter auf kleineren oder größeren Gesangsveranstaltungen in den heimischen vier Wänden. Doch auch während des Spiel gibt es Möglichkeiten sich euren Avatar weiter einzuverleiben und so könnt Ihr mit entsprechender Leistung zusätzliche Accessoires freischalten, welche von Spiel zu Spiel variieren sollen.

Das neue Lips Menü
Neben einigen neuen Features, gibt es nun auch eine “Vereinigung” eurer gesamten Lips-Kollektion, bei der alle verfügbaren Songs auf einem Blick präsentiert werden und auch gesungen werden können, allerdings funktioniert dies eher mäßig, denn anstatt wenigstens die Cover oder die Software auf der Festplatte laufen zu lassen, müsst Ihr bei einem Song einer anderen Edition die DVD wechseln und der Haken dabei? Tja, anders als bei Singstar bietet Lips eben keine volle Kompatibilität, das bedeutet, wenn Ihr das Lied zu Ende gesungen habt, müsst Ihr selbst für das Ranking oder die Songauswahl wieder die Originale Lips Version, welche Ihr vor dem DVD-Wechsel in eurer Konsole habt, erneut wechseln. Das nervt nicht nur tierisch, sondern macht das neue “Feature” – wenn man es denn dann so nennen will – völlig zu Nichte.
Als kleinen Kritikpunkt, könnte man noch die fehlende Zeitanzeige bei den Songs bemängeln. Denn leider weiß man ohne diese nicht, für wie lange man sich noch die nötige Luft einteilen muss oder das klanghafte Stimmchen, seiner Mitsängerin ertragen muss. Denn macht die Bedienoberfläche im großen und ganzen einen sehr guten und unterhaltsamen Gesamteindruck.
Spielteschnich macht Lips dabei jedoch alles richtig und kann sicherlich mit Singstar und Konsorten mehr als nur konkurrieren.
Präsentation

Eins der alternativen Musikvideos ...
In Punkto Grafik und vor allem Präsentation gehört Lips wohl zu den stärkeren Vertretern und so geht es auch hier neue Wege und bietet euch neben einem schönen und einfachem Menü auch die Möglichkeit alternative Videos, Animationen oder das original Video zu den jeweiligen Songs zu betrachten. Auch Präsentation der Tonspuren und Noten kann durch Ihr Glühen und Glitzern gekonnt die Blicke auf sich lenken, ohne dabei zu sehr zu nerven oder gar abzulenken.
Soundtechnisch gibt es natürlich bei Karaoke-Spielen in der Klasse nie was zu meckern, allerdings in der Songauswahl, gibt es immer wieder mehr oder weniger Begeisterte Hobbysänger. Allerdings bietet Lips: Number One Hits insgesamt 40 verschiedene Songs, welche allesamt mehr oder weniger lang die Charts anführten. Das bedeutet für euch, das Qualität auch hier über reine Quantität herrscht.
- 2Pac feat. Dr. Dre and Roger Troutman – California Love
- Akon – Dont Matter
- Aqua – Barbie Girl
- Atomic Kitten – The Tide Is High
- Beck – Loser
- Black Eyed Peas – Don’t Phunk With My Heart
- Blondie – Heart of Glass
- Bob Sinclar – Love Generation
- Bobby McFerrin – Don’t Worry, Be Happy
- Colbie Caillat – Bubbly
- Coldplay – Viva La Vida
- Culture Club – Karma Chameleon
- Cutting Crew – Died In Your Arms
- DJ Ötzi – Hey Baby
- Extreme – More Than Words
- Fergie – Big Girls Don’t Cry
- Fine Young Cannibals – She Drives Me Crazy
- James Morrison feat. Nelly Furtado – Broken Strings
- Jason Mraz – I’m Yours
- Kanye West – Heartless
- Lady Gaga – Just Dance
- Lily Allen – The Fear
- LL Cool J – Around The Way Girl
- Mariah Carey – Touch My Body
- Marvi Gaye – I Heard It Through The Grapevine
- MC Hammer – U Can’t Touch This
- Nickelback – How You Remind Me
- Pet Shop Boys – Always On My Mind
- Plain White Ts – Hey There Delilah
- Rihanna – Disturbia
- Robbie Williams – Millennium
- Roxette – The Look
- Roy Orbison – Oh, Pretty Woman
- Scissor Sisters – I Don’t Feel Like Dancin
- Sugababes – Push The Button
- Tears For Fears – Everybody Wants To Rule The World
- The Beach Boys – I Get Around
- The Cardigans – Lovefool
- Timbaland feat. OneRepublic – Apologize
- Tokio Hotel – Ready, Set, Go!
Mehrspieler
Tja, der Mehrspieler-Modus. Klar ist, das der Mehrspieler-Modus das Herz eines Karaoke-Spiels ist und genau dort setzt auch Lips an. Mit einer guten Präsentation und den gängigen Duett- und Duell-Modi erfindet auch Lips das Rad nicht neu, kann aber dagegen auch alle Erwartungen gut erfüllen. Somit gibt es auch hier nichts zu meckern und man darf sich auf die nächste Karaoke-Party sicherlich freuen …
Fazit
Lips schafft es wieder ein mal, sich in die heimischen Wohnzimmer gekonnt zu verbannen. Die Songliste ist prächtig und sollte für jeden etwas beinhalten, währen die Präsentation eigentlich rund um als gelungen bezeichnet werden kann. Generell macht also auch Lips: Number One Hits, einen sehr guten Eindruck. Leider enttäuscht die im vermutete “Kompatibilität” auf voller Linie und schadet dem Spielgefühl eher, als sie es positiv zu untermauern.
Dennoch gibt es wohl keinen besseren Karaoke-Ableger auf der Xbox360 als Lips: Number One Hits und brauch sich somit auch vor Sony’s Konkurrenz sicherlich nicht verstecken. Also ein ganz klarer Kauftipp seitens Gnomgames!
Pro’s
- 40 Songs
- 5 Gratis Download-Songs
- Tolle Aufmachung
Contra’s
- Schlechter Kompatibilitäts-Modus
- Keine Zeitangabe bei den Songs
Gameplay:
Karaoke wie es leibt und lebt …
Grafik:
In Punkto Grafik haut Lips ganz klar auf die Effekt-Schiene und kommt damit super an.
Sound:
Tja, 40 Songs, alle ehemalige Chartreiter in bester Qualität, was will man mehr?
88%
Gesamtwertung

