Die Zeiten in denen Exklusivtitel für die Playstation3 rar sind, sind schon lange vorbei. So scheint Sony einen nach dem anderen Hit für seine Heimkonsole zu veröffentlichen. Nach tollen und innovativen Spielen wie z.B. Resistance oder Little Big Planet, versucht Sony nun auch mit einem weiteren Offenen-Welt-Spielprinzip ala GTA bei den Gamern elektrisch einzuschlagen. Ob Infamous dieser Herausforderung ausreichen gewachsen ist, haben wir unter voller Spannung für euch getestet.
Inhaltsverzeichnis |
Details über Infamous |
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für folgende Konsolen erhältlich:
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Story
Jeder kennt diese Art von Tagen, an denen man aufsteht und weiß heute kann der Tag nur zu deinen ungunsten verlaufen! Hätte der Botenjunge Cole dies gewusst, wäre er wohl eher im Bett geblieben, doch natürlich kommt alles so wie es kommen muss. Und so wird unser Protagonist Teilhaber der größten Katastrophe in der Geschichte von Empire City. Doch es stellt sich schnell heraus, dass Cole nicht ganz unschuldig an dem Unglück ist, denn als Cole eines Tages ein Paket ausliefert, geschieht das unerwartete und eine riesige Explosion stürzt die Stadt ins Chaos und Verderben.
Doch neben der schieren Verwüstung und unzähligen Toten, scheint Cole beinahe unversehrt und nur ein wenig desorientiert und das obwohl er sich in mitten der Explosion befand. Doch wer in mitten von Feuer und Trümmern aufwacht, hat wohl vorerst andere Sorgen und so begibt sich Cole schnellstmöglich zu Fuß in Richtung “heile” Welt. Auf dem Weg durch Ruinen und Trümmer, entdeckt er schnell das auch bei ihm nicht alles beim alten geblieben ist und die Geschichte nimmt ihren Lauf. Die Gangs übernehmen die Stadt und merzen sämtliche Ordnungskräfte aus, während die Stadt termitisch von außen verriegelt wurde, fristen die Überlebenen ein hartes dasein in den Ruinen von Empire City.
Gameplay
Nachdem Cole gemerkt hat, das er eine laufende Batterie ist, bietet das Spiel dem Spieler diverse Mini-Missionen an, um sich mit der Steuerung vertraut zu machen, so fangt Ihr beispielsweise zu anfang an, Fernsehr mit elektrischen Stößen aufzuladen, von Häusern zu springen oder selbige hinauf zu klettern. Und da wird auch schon der erste große Pluspunkt für Infamous angesprochen, denn die Steuerung ist trotz der großen Anzahl an Interaktionen locker aus dem Handgelenk zu meistern, was besonders bei den Balanceakten auf wackeligen Rohren oder dem erklimmen riesiger Häuser ersichtlich wird. Den Cole kann sich gekonnt an allem Festhalten, hinaufsteigen, abspringen anlehnen oder als Deckung missbrauchen.
Um den Spieler anfangs nicht zu überfordern, werden Coles Superkräfte nach und nach “freigegeben” und durch kleine Missionen und Geschichten spielerisch vermittelt, ohne das man sich wie in einem starren Tutorial vorkommt. Dies klappt auch außerordentlich gut, denn im Laufe des Spiels sammeln sich schon einige verschiedene Kräfte und Kombinationsmöglichkeiten an, so das man häppchenweise gut an die umfangreiche Steuerung rangeführt wird.
Die Kräfte die Ihr erlangen könnt, hängen dagegen eher von eurem Spielstil ab und den gesammelten Erfahrungspunkten ab. So bietet das Spiel für erledigte Missionen und Gegner unterschiedliche Erfahrungspunkte, aber auch Nebenmissionen wie beispielsweise die Stunts, bei denen Ihr von einem hohen Haus eine Schockwelle auf dem Boden ausführen müsst, bringen reichlich Erfahrungspunkte und Abwechslung ins Spiel. Was nicht bedeuten soll, dass das normale Missionsdesign starr und eintönig ist, ganz im Gegenteil. Infamous bietet nicht nur durchweg unterschiedliche Missionen, sondern auch diverse Entscheidungsfreiheiten, wie Ihr diese erledigen wollt.
Während Ihr diverse Verfolgungsjagden oder Eliminierungsmissionen durchführt, werdet Ihr immer wieder vor die Entscheidung gestellt, ob Ihr der Held oder der Bösewicht sein wollt. So könnt Ihr beispielsweise beistehende Menschen “opfern” oder ihnen helfen, um so gutes oder böses Karma zu sammeln und so den Lauf der Geschichte zu prägen.
Aber neben dem Spielausgang, entscheidet euer Karma auch darüber, wie eure Mitmenschen auf euch reagieren. Wenn Ihr also eher egoistisch handelt, werdet Ihr von den Bürgern verspottet und bedroht, was wirklich auf das Gemüt des Spielers schlagen kann (im positiven Sinne), denn die Beleidigungen werden schnell persönlich und man fühlt sich in seinen bösen Handlungen durch trotz gestärkt. Aber auch das helfen selbiger hat seine Vorteile, denn wer wird nicht gerne gelobt oder angehimmelt? Wer mag es nicht mit einer Horde von Bürgern die verbleibenden Gangs und Ordnungshüter ordentlich aufzumischen!?
Präsentation
Grafisch und Atmosphärisch bietet Infamous momentan gnadenlos schöne High End Grafik. Die Spielwelt rund um den jungen Cole strotzt nur so vor Details und Leben und macht durch die liebevoll gestalteten Architekturen einiges her. das gilt aber nicht nur für die Oberwelt, sondern auch für die Abschnitte unter der Brücke oder in der Kanalisation. Doch was wäre die tollste Grafik, wenn diese nicht die Thematik des Spiels perfekt untermalen würde? Richtig, das Lightning, denn dieses ist wie nicht anders zu erwarten, besonders gelungen. So bieten Licht- und Schattenwurf das ganze Spiel über einen waren Effekthagel der sich sehen lassen kann. Leider scheint das auch der Grund zu sein, dass die Grafik von Zeit zu Zeit durch ein kurzes Kantenflimmern geschmälert wird, da dies aber relativ selten auffällt und es sonst keinerlei Performanceprobleme zu bemängeln gibt, fällt die Grafik durchweg positiv ins Gewicht und kann locker mit GTA IV mithalten. Auch die Animationen der Figuren und vor allem vom Hauptprotagonisten Cole, sind geschmeidig schön und realistisch animiert, es fühlt sich durch die lebensechten Bewegungsabläufe äußert anspruchsvoll an, Gebäude zu erklimmern oder von Dach zu Dach zu hechten.
Die Atmosphäre selbst, lebt von der verdreckten Stadt und den herumstreunenden Einwohnern und lässt sich gut als Endzeit-Spiel einstufen, denn die grafische Gestaltung der Stadt wirkt oft schon recht lebensnah und bringt die Stimmung kurz vor dem Abgrund zu stehen, hervorragend rüber.Ein besonderes Lob geht dieses mal an das Storytelling des Spiels, welches durch wirklich schön gezeichnete und animierte Comicstrips glänzen kann, ohne dabei auf die Schiene eines Kinderspiels zu rutschen oder gar einen euphorischen Marvel-Superhelden-Flair mit sich bringt.
Sound
Soundtechnisch bietet Infamous dem Spieler durchweg gute Kost. So wirken Soundtrack und Soundsamples recht stimmig und die Synchronisation kann größtenteils überzeugen. Leider bieten die deutschen Synchronsprecher teilweise recht eintönige Dialoge, während man durch die Option der englischsprachigen Stimmgebung in den vollen Genuss und den Sog des Endzeit-Feelings gezogen wird. Somit geht ein ganz klarer Pluspunkt, an die englische Synchronisation, welche wirklich sich wirklich sehr schön ins Szenario einfügt.
Fazit
Allen denen GTA IV zu “normal” ist oder Leuten die schon immer mal “die MACHT” auf Ihrer Seite in einer relativ normalen Welt haben wollten, kann man Infamous nur wärmsten empfehlen. Aber auch Fans gnadenloser Action, werden voll auf ihre Kosten kommen. Die Grafik ist überdurchschnittlich gut und der Umfang des Spiels reicht für jede menge lustige Spieleabende. Somit ist Infamous ein absoluter Kauf-Tipp und sollte bei keinem Playstation3 Besitzer spurlos vorbei gehen.
Pro’s |
Contra’s |
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Gameplay:
GTA IV + Assasins Creed + X-Men = Infamous!
Grafik:
Die Grafik ist grandios und sehr detailverliebt. Tolle Leistung!
Sound:
Der Sound ist gut, aber die deutsche Synchronisation schwächelt ein wenig.
Wertung: |
Awards |
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