Piccolo, Kuririn, Son-Goku rufen bei “Nichtkundigen” wohl möglich eher den einen oder anderen Cocktail in Erinnerung, Fans der Serie sind diese jedoch bestens bekannt und machen klar, das es sich dabei um einige der Hauptcharaktere von Dragonball handelt. Wer also weiß, wovon hier geredet wird, der hat eventuell auch auf den neusten Streich der Dragonball-Saga sehnsüchtigst gewartet, denn mit Dragonball Z: Attack of the Saiyans geht die Schlacht um die 7 Dragonballs auf dem Nintendo DS erfolgreich weiter. Ob Ihr euren Dragonball-Radar putzen solltet und eventuell den neusten Ableger rund um Son-Goku noch morgen im Handel erwerbt, hängt wohl mehr oder weniger von unserem Spieletest ab.
Inhaltsverzeichnis |
Details über Dragonball Z: Attack of the Saiyans |
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für folgende Konsolen erhältlich: |
Story
In Dragonball Z: Attack of the Saiyans dreht sich alles um die Ankunft und den Kampf gegen die Saiyans. Allerdings setzt das Spiel ein wenig früher an und so schlüpft Ihr anfänglich in die Rolle von Kuririn, Yamchu und Tenchinhan, welche bei Muten-Roschi trainieren, so wird im Laufe der Geschichte nicht nur die Geschichte von Son-Goku erzählt, sondern auch was während Son-Goku’s Training mit den restlichen Kämpfern geschehen ist. Welche Abenteuer und Hindernisse Ihnen begegnet sind und wie sie sich letztendlich auf das große Turnier vorbereitet haben.
Aber auch nach dem Son-Goku Piccolo bezwungen hat, dreht sich vieles um die kleinen abwegigen Abenteuer, rund um Son-Goku. So besucht Ihr den Rinderteufel, Chichi, Launch, Bulma oder die Hexe Baba, um die Handlung voran zu treiben. Letztendlich bewegen sich die Stränge jedoch mehr und mehr, in die Ankunft von Radditz, Nappa und Vegeta und halten sich dabei nicht immer zwangsläufig an die Erzählungen der Fernseh-Serie.
Gameplay
Spieltechnisch bietet Dragonball Z: Attack of the Saiyans nicht wie vielleicht erwartet, die übliche Beat ‘m Up Kost, sondern schlägt eindeutig den Weg ins Rollenspiel-Genre ein. So stärkt Ihr eure Spielcharaktere, baut dessen Fähigkeiten aus und entdeckt die Erde mit den Augen eines Kämpfers.
Dabei schlüpft Ihr im Laufe der Handlung in die Rollen von: Son-Goku, Kuririn, Son-Gohan, Piccolo, Tenschinhan und Yamchu. Allerdings wird bei Dragonball Z: Attack of the Saiyans nicht 1 gegen 1 gekämpft sondern in 3-Mann starken Truppen. Diese könnt Ihr falls ausreichend Charaktere vorhanden, sowohl auf der Karte als auch im Kampf auswechseln und so diverse Stärken und Schwächen gezielt als Reserve-Kämpfer kaschieren.
Wie in Dragonball nicht anders zu erwarten, greift Ihr dabei auf eine recht imposantes Kampftechnik-Arsenal zurück. So bietet euch jeder Charakter eine individuelle Standard-Attacke, eine passive Verteidigungsstellung und natürlich Spezialfähigkeiten. So habt Ihr die Möglichkeit euch im Verlauf des Spiels neue Aktive-Fähigkeiten wie den Gesiterball (Yamchu) oder ein stärkeres Kamehame-Ha zu erlernen. Natürlich gibt es neben einigen aktiven Fähigkeiten, auch passive Fähigkeiten, welche euch einen Bonus, beispielsweise auf Ki oder die Gesundheit geben. Um diese zu erhöhen, benötigt Ihr so genannte Fähigkeitspunkte (FP), welche Ihr nach jedem Levelaufstieg eures Charakters erhaltet. Je höher Ihr dabei eine Fähigkeit ausbaut, desto mehr Ki-Punkte kostet die, um bestimmte Fähigkeiten wie zum Beispiel die Ultimativen Fähigkeiten zu erlangen, benötigt Ihr ein gewisses Level eurer “Basis-Fähigkeiten”. Leider sind die einzelnen Fähigkeiten eurer Charaktere recht begrenzt und so vermisst man, auch als Fan ein wenig mehr Möglichkeiten in der Charakterentfaltung.
Neben dem Ausbau eurer Fähigkeiten, muss natürlich in typischer Rollenspiel-Manier auch euer Charakter hochgepowered werden und so könnt Ihr nach jedem Level-Aufstieg 2 Bonus-Punkte auf die Stärke, Verteidigung, Erholung, Fähigkeit, Tempo oder Glück verwenden. Natürlich erhaltet Ihr auch statische Punkte, welche automatisch zugewiesen werden, allerdings erlauben euch die beiden Bonus-Punkte das individualisieren eures Charakters und dessen Vorzüge. Allerdings macht es euch das Spiel dabei nicht ganz einfach, denn leider wird weder im Spiel, noch in der Anleitung erklärt, welcher Paremter sich hinter welchem Kürzel verbirgt, hier schauen “Anfänger” dumm aus der Wäsche und können mit S, G oder T und TK nur wenig anfangen.
Natürlich dreht sich aber im Dragonball-Universum alles um den eigentlichen Kampf gegen Gut und Böse und so wurde neben dem Charakter-Aufbau auch auf den Kampf besonderen Wert gelegt, während Ihr euch mit den normalen Angriffen und den Fähigkeiten durch die gegnerischen Horden schlagt, bietet euch Dragonball Z: Attack of the Saiyans auch die Möglichkeit eine aktive Abwehr zu nutzen. Dies ist auch nötig, denn gerade in den Bosskämpfen, erleichtert euch das Überleben ungemein, so erhaltet Ihr beim erfolgreichen Drücken im richtigen Moment einen Bonus auf eurer Defensive und steckt wesentlich weniger Schaden ein. Allerdings ist es euch nur möglich, einen Charakter pro Angriff zu schützen, das bedeutet wenn der Gegner einen Mehrfach-Angriff durchführt, schützt Ihr nur den Charakter dessen Taste am schnellsten gedrückt wurde.
Neben der aktiven Abwehr bietet euch das Spiel auch die Möglichkeit, sogenannte Funken-Kombos zu machen, diese wird durch eine volle Zornanzeige (welche sich im Laufe des Kampfes auffüllt) und die Kombination diverser Fähigkeiten oder ultimativen Fähigkeiten eurer Gruppe aktiviert und entfacht einen “tödlichen” Kombinationsangriff, welche spektakulär in Szene gesetzt wird.
Die Kämpfe laufen dabei runden-basiert ab und können durch aus schwer werden oder zumindestens das Gefühl vermitteln, das ein Kampf mehr als nur knapp endet. Dies liegt vor allem an den hohen TP-Zahlen, denn während in anderen Spielen euer Charakter mit 15 oder 20 TP anfängt, befindet Ihr euch von Anfang an im 3-stelligen Bereich und so wirkt es schon imposant wenn euch ein Gegner mal mit einem Schlag 80-100 TP abzieht. Auch in Punkto Boss-Kämpfe, kann Dragonball Z mit allerlei Gesindel trumpfen und so trifft man neben den Hauptcharakteren wie Piccolo oder Vegeta auch kleinere Halunken wie das Hasenmonster und ist sicherlich eine nette Auffrischung in Sachen DBZ.
Neben dem Kampf erkundet Ihr aber auch die Welt, so bewegt Ihr euch via Landkarte von Ort zu Ort, besucht die großen Städte oder wichtige Schlüsselpunkte, an denen Ihr weitere Charaktere trefft, welche euch wertvolle Informationen oder Items geben. Apropos Items, neben den üblichen Heil- und Manatränken erhaltet Ihr auch Kapseln, welche euch besondere Fähigkeiten und Boni geben, diese können anfänglich in 2 Slots (jeweils 1 aktiver und ein passiver Slot) verteilt werden und geben beispielsweise Immunität gegen Gas, Hitze oder Eis. Im Laufe des Spiels, erweitern sich eure Slots jedoch und Ihr könnt weitere Kapseln verwenden. Neben den normalen Items und Kapseln, habt Ihr desweiteren die Möglichkeit, eure Charaktere mit Ausrüstungsgegenständen zu versorgen, allerdings beschränkt sich dies auf “Schmuck”, welcher nicht wie vielleicht die Verteidigung erhöht, sondern euch erhöhte Resistenz oder einen Boost auf eure Fähigkeiten verleiht.
Präsentation
In Punkto Technik punktet Dragonball Z: Attack of the Saiyans mit der guten alten 2D-Grafik und verzichtet komplett auf überspitzte 3D-Grafik. Das wirkt zwar im Grunde ein wenig eingestaubt, macht aber hinsichtlich der technischen Grenzen mit den gezeichneten Grafik auf dem DS einen wohl besseren Eindruck, als “mäßig” Umgesetzte 3D-Grafik. Während die Level jedoch recht klein und eintönig wirken, können gerade die Animationen und Fähigkeiten in DBZ überzeugen. Schließlich erkennt man sämtliche Angriffe und Eigenarten eines jeden Charakters wieder und spiegelt so hervorragend das Tempo und die überspitzten Kräfte der Protagonisten aus der Serie wieder.
Leider gibt es keine wirklichen Zwischensequenzen oder Interaktions-Animationen außerhalb der Kämpfe und so wirkt alles recht starr und wenig lebendig. Dennoch macht das neuste Abenteuer auf dem DS einen grafisch ansehnlichen Eindruck, welcher allerdings wohl eher was für die Retro-Fans unter uns sein sollte.
Der Sound ist generell recht gelungen, gestaltet sich aber gerade in Punkto Musik recht dezent und in den meisten Fällen recht dramatisch, dabei wird für jede Umgebung ein eigener kleiner Soundtrack eingebunden, welche das Spiel generell zu mindestens im Sound-Bereich recht abwechslungsreich gestalten. Die Kampfschreie und Laute der Kämpfer sind dagegen weniger Abwechslungsreich und klingen zwar teilweise wie Worte, allerdings versteht man diese nicht. Dennoch ist Dragonball Z: Attack of the Saiyans technisch sicherlich kein schlechtes Spiel und erfindet auch das Rad nicht neu …
Fazit
Endlich gibt es für den DS ein Rollenspiel im Dragonball-Universum, neben einigen Action-Adventuren und Beat ‘m Up’s macht sich das neuste Genre-Experiment auf dem DS ganz ordentlich. Die Möglichkeit seine Charaktere auszubauen und neue Techniken zu erlernen. Allerdings kann das Spiel nicht mit der nötigen Tiefe und dem Erkundungsdrang eines echten Rollenspiels mithalten und ist somit ganz klar etwas für die “anspruchsloseren” Spieler, welche schon immer mal das Dragonball-Universum als Rollenspiel erleben wollten. Fans der Serie können dabei beruhigt zugreifen.
Pro’s
- DBZ Rollenspiel auf dem DS
- Alle Hauptcharaktere spielbar
- Reichlich Nebengeschichten
- Schöne Kampfanimationen
Contra’s
- Wenig Spieltiefe
- Wenig Abwechslung
Gameplay:
Mit DBZ: Attack of the Saiyans wird euch ein einfaches und schörkelloses Rollenspiel geboten, welches zwar Spaß macht, aber ein wenig an Tiefgang und Komplexität vermissen lässt.
Grafik:
Während die Kämpfe und deren Animationen noch ordentlich Lust auf mehr machen, kann die eigentliche Spielumgebung nicht unbedingt mit der schönsten 2D-Grafik protzen, dennoch macht DBZ: Attack of the Saiyans einen recht schicken Eindruck und spiegelt die Vielfalt der unterschiedlichen Orte gekonnt wieder.
Sound:
In Punkto Sound, wurde wenigstens Vielfalt groß geschrieben und so dudeln pro Stage die unterschiedlichsten Melodien auf einen ein. Leider bietet diese aber im Schnitt auch nicht mehr als Durchschnittskost und kann leider nicht den tollen Soundtrack der regionalen TV-Sendung wiederspiegeln.
73%
Gesamtwertung
