Dead Space sollte jedem Horror-Survival-Fan ein Begriff sein und nun kommt nach einem erfolgreichen Start auf den großen Konsolen auch schon die erste Umsetzung für die “familienfreundliche” Wii. Das klingt im ersten Moment nach dem typischen Low-Budget-Projekt, welches auf der Wii ein paar Euro ernten soll, doch wie Dead Space: Extraction sich als heimlicher Genrekönig den Thron der Railgun-Shooter krallt, haben wir für euch im schaurigen All getestet.
Inhaltsverzeichnis |
Details über Dead Space: Extraction |
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für folgende Konsolen erhältlich: |
Story
In Dead Space: Extraction schlüpft Ihr gleich in die Rolle mehrer Protagonisten, welche alle samt versuchen mit den lästigen Necromorphs auf der Ishimura fertig zu werden, allen vor ran wäre da Sergant Gabriel Weller, welcher als Veteran der Ressourcenkriege schon unter normalen Umständen sein können als kampferprobter Soldat auf die Probe stellen durfte, mit dabei sind ebenfalls der P-Sec Detektiv Nathan Mcneill, der Vermessungstechniker Lexine Murdoch und der Executive Director Warren Eckhardt.
Auch wenn Dead Space: Extraction sich stellenweise mit fortschreitendem Spielverlauf an Hand von Dialogen und Zwischensequenzen an einer Story entlang hangelt, so fällt diese recht mager aus und lässt sich kurz und knapp mit dem Kampf ums nackte Überleben rechtfertigen.
Gameplay
Spielteschnich bewegt sich Dead Space: Extraction recht nah am großen Bruder, mit dem kleinen Unterschied, das es sich hierbei um einen Railgun-Shooter handelt, das bedeutet, das Ihr die Steuerung eures Charakters nicht eigenhändig übernehmt, sondern wie auf Schienen durch die Level stampft und euch dabei auf die reine Action konzentriert. So bleibt euch letztendlich nur das erledigen der gegnerischen Necromorphe übrig. Dabei steigt Ihr in der Kampagne durch 10 verschiedene und vor allem umfangreiche Missionen, welche durch kleinere freispielbare Herausforderungen ergänzt werden können. In den Missionen ist es euch nicht gegeben, ständig einen Hauptcharakter zu steuern, denn Dead Space: Extraction bietet keinen wirklich Hauptcharakter und so wechselt Ihr von Protagonist zu Protagonist, wodurch man sich nie sicher sein kann, wer als nächstes dran glauben darf.
Die Steuerung ist dabei denkbar einfach und so nutzt Ihr die Wii-Mote und das Nunchuck zum kontrollieren eurer Aktionen und beschränkt euch auf das Schießen und nutzen eurer “Fertigkeiten”. Dabei ist euch nicht nur ein ansehnliches Arsenal an Waffen wie beispielsweise die Nietenpistole, der Flammenwerfer oder das Impulsgewehr gegeben, sondern auch die Möglichkeit der Telekinese. Mit dessen Hilfe könnt Ihr weiter entfernte Gegenstände, wie Waffen oder Munition zu euch heranholen oder euren Gegner mit Kisten oder dergleichen “erschlagen”.
Das Leveldesign und die Missionen sind dabei recht abwechslungsreich und mit viel sorgfalt gestaltet worden, so ist es nicht nur eure Aufgabe euch mit brachialer Knarrengewalt die Gegner vom Hals zu halten, sondern euch wird auch die Möglichkeit gegeben Barrikaden zu erbauen oder kleinere Rätsel, wie das Zusammenlöten zerstörter Schaltkreise zu lösen.
Und so schafft es Dead Space: Extraction euch ständig zu fordern und das stumpfe “Ballern” zu unterbinden, ohne euch durch überlange Dialoge oder Zwischensequenzen auszubremsen.
Leider ist es wie in Deutschland wohl bereits üblich auch bei Dead Space der Fall gewesen, das an einem guten Spiel rumgeschnibbelt wurde und so wurden Sterbeanimationen und die anfänglichen Kämpfe mit richtigen Menschen deutlich abgeschwächt oder ausgetauscht, aber nichts desto trotz ist Dead Space: Extraction ein ordentlich Spiel in dem nicht zu wenig Blut, Action oder Spannung geboten wird, ganz im Gegenteil der Spielspaß und der spielerische Tiefgang sind für einen Railgun-Shooter atemberaubend und müssen in den nächsten Jahren selbst von “normalen” Adventures erst ein mal getopt werden.
Präsentation
Technisch präsentiert sich Dead Space: Extraction auf hohem Niveau, die Kamerafahrten lassen sich mit denen von Cloverfield oder REC vergleichen. So habt Ihr immer das Gefühl euch mittendrin zu befinden. So wird euch durch und durch das Gefühl vermittelt wirklich der Protagonist zu sein, denn während Ihr beispielsweise los spurtet wackelt die Kamera auf und ab und auch Stürze oder andere Interaktionen mit der Umgebung wie beispielsweise das anziehen eines Weltraumanzuges wirken sich auf eure Sicht aus. So ändert sich gerade die Sicht durch das Visier eures Raumanzuges merklich und auch die hervorgerufenen Halluzinationen und Wahnvorstellungen eure Protagonisten brennen sich förmlich in euer Gedächtnis.
Auch die Detailverliebtheit der Level und Charaktere kann sich durch aus auf der Wii zeigen, denn während die Konkurrenz sich eher als plumpe Schießbude verkauft, versucht Dead Space gekonnt mit Mimik und schönen Effekten die Atmosphäre so beklemmend und bedrohlich wie möglich zu halten und genau das gelingt dem Railgun-Shooter ausgezeichnet.
Auch in Punkto Sound kann Dead Space durch die industriellen Klänge und die unheimlichen Laute die Atmosphäre noch deutlich anspitzen und so wirken gerade die Waffen und die gegnerischen Sounds schon beinahe Realitätsnah. Ebenfalls schön anzuhören ist die vorhandene Sprachausgabe, welche es jedoch leider nur in Englisch gibt, wodurch man gezwungen wird die deutschen Untertitel zu nutzen.
Mehrspieler
Kein Railgun-Shooter ohne Co-Op-Modus! Und so bietet auch Dead Space: Extraction den obligatorischen kooperativen Spielmodus, in dem es euch gestattet wird, alle vorhandenen Kapitel und Abschnitte der Kampagne zu zweit zu erleben. Allerdings muss sich dabei der 2. Spieler mit der Wii-Fernebedienung begnügen und kann aus welchen Gründen auch immer, nicht die Funktionen des Nunchuk’s nutzen. Der Mehrspieler kann durch aus unterhalten, schwächt aber die bedrängende Atmosphäre der Kampagne deutlich ab, für Leute die diese jedoch schon durchgespielt haben, bietet das gemeinsame Spielen jedoch noch ausreichend Anreiz zum wiederspielen.
Fazit
Dead Space: Extraction ist ohne Frage inhaltlich und spieltechnisch ein Glanzstück auf der sonst so familienfreundlichen Heimkonsole. Dabei macht es nicht nur grafisch einen hervorragenden Gesamteindruck, sondern kann besonders durch die unerwartete Spieltiefe und die überraschende Handlung in allen Punkten überzeugen. Somit ist Extraction nicht nur ein überzeugenes Prequel, sondern auch eine perfekt gelungene “Portierung” für die Wii, die nicht nur Fans überzeugen kann.
Pro’s
- Tolle Grafik
- Abwechslungsreiches Gameplay
- Guter Sound
- Spaßiger Koop-Modus
Contra’s
- Oft sehr sehr düster
- Keine Online-Highscores
Gameplay:
Spieltechnisch ist Dead Space: Extraction mehr als nur ein Railgun-Shooter
Grafik:
Grafisch macht das Spiel ordentlich was her und kann mit Atmosphäre und Effekten schaurig schön sein.
Sound:
Der Sound wirkt beklemmend und untermauert die vorhandene Atmosphäre einwandfrei.
87%
Gesamtwertung

