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Das Bourne Komplott

von , 27. Juni 2008 11:21 Uhr
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Ein wirklich guter Kinofilm verlangt natürlich immer nach einem genauso guten Lizenzspiel. Dass das nicht immer der Fall ist, haben schon so einige Lizenzspiele großer Filme bewiesen, aber in letzter Zeit scheint es, als hätten die Entwickler aus ihren Fehlern gelernt.

Mit Das Bourne Komplott bringt Sierra ein Spiel zu der weltweit bekannten und erfolgreichen Kino-Trilogie auf den Markt.

Wir haben das Spiel ausgiebig für euch getestet und können euch sagen, ob das Spiel wieder nur eine 08/15 Abklatsche oder ein gelungenes Action Spiel geworden ist.

Inhaltsverzeichnis

Details über das Bourne Komplott

  • Actionspiel von Sierra
  • Erscheinungsdatum: 27.06.2008

für folgende Konsolen erhältlich:

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Story

Du bist Jason Bourne, Geheimagent der CIA ohne Identität, ohne Freunde, ohne Vergangenheit…
Ausgebildet zur gefährlichsten Kampfmaschine, werdet ihr von denjenigen gejagt, die euch als tödliche Waffe missbraucht haben. Aber wer jagt euch und vor allem wieso? Genau das müsst ihr herausfinden und es beenden!

Im Spielverlauf selbst suchen euch immer wieder „Flashbacks“ heim, die eurem Gedächtnis ein bisschen auf die Sprünge helfen.
Das Bourne Komplott greift hierbei zwar auf Schlüsselsequenzen des ersten Films zurück, ist dabei aber kein waschechtes Lizenzspiel zu einem der Filme. Auch spielt ihr nicht etwa Matt Damon, den Held der Kino-Trilogie, sondern einen umgemodelten 08/15 Charakter.

Gameplay

Nach Spielbeginn seid ihr sofort mittendrin. Eben erst aus tiefer Bewusstlosigkeit erwacht dringt schon der erste Funkspruch für weitere Instruktionen an euer Ohr. Nach bereits wenigen Schritten stellt sich euch ein wagemutiger Gegner in den Weg. Mit ein paar gezielten Seitenhieben streckt ihr euren Wiedersacher nieder. Das Kampfsystem besteht hierbei aus schlichtem schlagen und blocken.
Wo ihr normale Gegner mit ein paar Hieben außer Gefecht setzt, benötigt man bei durchtrainierten Zwischengegnern Geschick und eine perfekte Mischung aus harten und leichten Schlagkombinationen sowie gut getimten Blockens.

Adrenalin pur
Während der Faustkämpfe erscheint im unteren Bildschirmrand eine Adrenalinanzeige, die in drei Stufen eingeteilt ist und welche durch erfolgreiche Treffer aufgeladen wird. Habt ihr eine der 3 Stufen erreicht könnt ihr einen sogenannten Takedown ausführen. Nach gelungener Ausführung kommt eine Quick Time Sequenz, in denen ihr eure Gegner beispielsweiße gegen die Wand werft oder mit gekonnten Attacken die Knochen zertrümmert.Bei normalen Feinden genügt ein Takedown für den Knockout, während Bossgegner gerne auch fünf oder sechs davon vertragen, ehe sie zusammenbrechen.
Ist die Adrenalinleiste erst einmal voll, lässt sich ein Takedown aber auch gediegen im Laufen oder gegen mehrere Gegner auf einmal anwenden.

Aber natürlich besteht ein Actionspiel nicht nur aus Faustkämpfen. So stehen euch insgesamt 5 Wummen zur Verfügung, um euren Gegnern mächtig einzuheizen.
Das Spielprinzip von „Das Bourne Komplott“ beruht hierbei auf dem klassischen Third Person Action-Schema aus Deckung suchen und Ballern.
Per Knopfdruck lehnt sich euer Recke an die Wand, zielt oder schießt was das Zeug hält.
Leider kann Bourne nicht um Ecken schießen, sodass ihr euch immer vor die Flinte eurer Gegner begeben müsst um diese überhaupt treffen zu können.
Auf eine Schusshilfe wurde hierbei verzichtet, sodass ihr mit ruhigen Händen den Gegner selbst anvisieren müsst. Um Munition müsst ihr euch auch keine Sorgen machen, denn die sind an allen Ecken und Enden in den Levels verteilt.

Und auch eure Lebensenergie füllt sich nach einem klitzekleinen Ruhepäuschen wieder auf, sodass es ziemlich schwer fällt überhaupt das Zeitliche zu segnen.

Aber was unterscheidet Bourne von einem gewöhnlichen Agenten? Genau – sein Instinkt.
Auf Knopfdruck aktiviert ihr den Bourne Instinkt, dann wird das Geschehen Schwarz-Weiß und nur wichtige Objekte, Checkpoints oder Gegner sind leuchtend markiert. Einen Haken gibt’s dabei aber, denn so hält diese Fähigkeit nur wenige Sekunden an und verbraucht einen beträchtlichen Anteil eures Adrenalins.

Aber auch in der – zur Lockerung eingeschobenen – Autosequenz ist der Instinkt spielbestimmend und erlaubt es euch, dem Gegenverkehr rechtzeitig auszuweichen.
Diese ist – gelinde gesagt – sehr ernüchternd, kommt aber (zum Glück) nur ein Mal im gesamten Spielverlauf vor.

Neben Action Abschnitten gibt es natürlich auch noch die “Nimm die Beine in die Hand und renn” Abschnitte.

Denn da geratet ihr unter Zeitdruck und müsst vor herankommenden Polizisten oder Feinden fliehen. Seid ihr nicht schnell genug, müsst ihr den Abschnitt wiederholen.

Negativ ins Gewicht fallen hingegen die Ideenlosigkeit sowie der lineare Spielverlauf, der einen ohne jegliche Freiheit anstandslos durch alle Levels führt.
Die (zu oft vorkommenden) Faustkämpfe sind zu lahm, die Kombinationen zu eingeschränkt und die Autosequenzen zu zäh, um wirklich glänzen zu können und auch die großzügig verteilten Checkpoints sind schon fast zu viel des Guten, sodass erfahrene Spieler unterfordert sein könnten.
Aber auch die KI eurer Gegner gibt kleinen Anlass zu meckern. So versuchen Gegner beispielsweise durch geschlossene Türen zu laufen oder folgen euch auf Schritt und Tritt beim Herumlaufen eines Autos. Zum Glück aber sind das Ausnahmen, die nicht zu häufig im Spielverlauf vorkommen.

An der Steuerung wiederrum gibt es nichts zu bemängeln. Bereits nach wenigen Spielminuten hat man diese verinnerlicht und auch komplizierte Bewegungsabläufe sind super einfach, da ein Druck auf die im Bildschirm eingeblendete Taste genügt, um Bourne die abenteuerlichsten Stunts vollführen zu lassen.

So cool es auch ist ein waschechter Superagent zu sein, so schnell ist es auch wieder vorbei.
Nach guten 6 Stunden habt ihr euch durch insgesamt 10 absolut Lineare Levels geballert und egal auf welchem der 3 Schwierigkeitsgrade ihr spielt, das Bourne Komplott ist leicht zu bewältigen.

Präsentation

Dank Unreal 3 Engine sieht das Spiel durchschnittlich gut aus. Die Faustkämpfe sind prima in Szene gesetzt und die Levels mit allen möglichen Objekten versehen. Leider wirken hierbei die Leveltexturen oft verwaschen und Objekte zu grob.

Sound

In Puncto Sound macht Das Bourne Komplott wenig falsch. Dank toller Soundtracks, knackiger Explosionen sowie einer guten Synchronisation kommt Kinofeeling auf.

Mehrspieler

Ein Mulitplayer wurde dem Spiel nicht spendiert.

Fazit

Vorneweg: Das Bourne Komplott ist sicherlich kein schlechtes Spiel.
Die Grafik ist nett anzusehen, die Synchronisation ist super und der Sound schön knackig.
Aber obwohl es wirklich gut anfängt, ist nach bereits 30 Minuten die Luft schon wieder raus.
Der Spielverlauf ist einfach viel zu linear und eintönig, die Situationen wiederholen sich ständig und die Autosequenzen sind ein kompletter Reinfall.
Was bleibt, sind tolle Animationen und actionreiche sowie schnell Spielmomente, die denen im Film nichts nachstehen.

Action- und Bournefans sollten einen Blick riskieren, lieber vorher bei einem Freund Probe spielen bevor man 60Euro über die Ladentheke reicht.

Pro’s

Contra’s

  • Positiver Aspekt
  • Positiver Aspekt
  • Positiver Aspekt
  • Positiver Aspekt
  • Positiver Aspekt
  • Positiver Aspekt
  • Positiver Aspekt
  • Positiver Aspekt

Wertung:

  • 78% Story
  • 77% Gameplay
  • 78% Steuerung
  • 81% Grafik
  • 88% Sound
  • -% Multiplayer
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