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Borderlands Review / Test

von , 28. Oktober 2009 12:33 Uhr

Borderlands Review

Ein Planet voller Banditen! Check. Tonnenweise Wüstensand! Check. Artistisch angehauchtes Aussehen und wirklich viele abgefahrene Waffen! Check. Die Jungs von Gearbox Software (Brothers in Arms, Halo, Half Life:Blue Shift) liefern euch mit Borderlands einen Mix aus Egoshooter und Rpg, der das beste aus beiden Genres kombiniert, und dabei einiges richtig macht, was die Genre Konkurrenz bisher nicht in den Griff bekam. Wer schon einmal die Fallout Serie gespielt hat, wird sich sofort wieder an den Geruch von heißem Sand auf der Haut errinern. Doch reicht die Kombination aus Cellshading Optik, Wüstensand und verschollener Bunkersuche aus, um den Genreprimus Fallout 3 das verrostete Zepter aus der Hand zu reissen?

Inhaltsverzeichnis

Details über Borderlands

  • Egoshooter / Rpg von Gearbox Software
  • Erscheinungsdatum: 20.10.2009

für folgende Konsolen erhältlich:

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Story

4 Arbeitslose auf der Suche Reichtum und Macht

4 Arbeitslose auf der Suche Reichtum und Macht

Auf dem feindlichen, unwirklichen und gelinde gesagt trostlosen Planeten Pandora gibt es ausser Sand, Grunts und  kleinen tanzenden Robotern nur eine Sache die für Außenweltler interessant sein könnte: Den Vault. Diese sagenumwobene, mit viel Fantasie ausgeschmückte Alienstruktur soll nach Meinung der Einwohner Pandoras, randvoll gefüllt sein mit Gegenständen die einem uneingeschränkte Macht, Reichtum und noch einiges mehr bringen kann. Was macht man also als Arbeitsloser Reisender? Genau, man fährt mit 3 anderen Arbeitslosen Richtung Firefly in einem Bus der aus Mad Max stammen könnte, und bekommt von einer Frau durch Telekinese gesagt das man der Richtige sei um den Vault zu entdecken. In Firefly angekommen beginnt die grosse Suche nach diesem misteriösen Platz  mit kleinen Aufgaben die einen in die Welt eintauchen lässt und einem das Gameplay näher bringt.

Gameplay

Skag Welpen füttert man mit Knarren.

Skag Welpen füttert man mit Knarren.

Man reist in Borderlands als einer von 4 Charakterklassen (Hunter, Soldier, Siren oder Berserker) über den Wüstenplaneten und das nicht nur zu Fuß sondern auch per 2-Sitzer Vehikel, welches eine Mischung aus Motorrad und Geländewagen der Zukunft mit angeschraubtem Raketenwerfer und Nitroeinspritzung auf Extasy darstellt und an jeder Catch-a-Ride Station geordert werden kann. Das einzige Problem mit dem Vehikel ist es, Herr der Steuerung zu werden, die etwas schwammig und zugleich Gewöhnungsbedürftig ausgefallen ist. Aber es geht nichts über einen wiederholten Vehicular-Man-Slaughter um sich einer Gruppe von blutrünstigen Banditen zu entledigen. Überhaupt, das einfach um die Ecke bringen von Gegnern, sei es innerhalb oder außerhalb eines Vehikels, macht einfach einen tierischen Spass, und da man dadurch konstant an Erfahrung (Xp) und Beute gewinnt, lohnt sich auch wiederholtes Rückkehren in schon besuchte Abschnitte, um den Gegner noch einmal eins vor den Latz zu braten. Und Gegner zum erschiessen gibt es haufenweise. Von kleinen und schmächtigen Skag Welpen (Hunde ähnliche Tiere) bis hin zu Großen und übermachtigen Scythids (lila Krabben), Banditen, Schläger, kleine Psychos mit Axt und große sich selbstanzündende Banditen, die brennend auf einen zurennen und dich mit den Worten “Ich brenne dir das Fleisch von Knochen” begrüßen, ist alles vertreten. Und das ganze gibt es in zig verschiedenen Ausführungen, von klein und irgendwie süß, bis groß und verdammt böse. Diese Gegnertypen stellen sich in Gruppen verdammt schlau an und man braucht einiges an Können und Taktik um der manchmal schier erdrückenden Gegnerüberlegenheit her zu werden. Am besten spielt sich Borderlands mit einem oder mehreren Mitspielern per Xbox Live, oder eben per Splitscreen. Damit bekommt man alle Fähigkeiten der Protagonisten zu Gesicht und merkt das das Spiel darauf aufgebaut wurde, es im Coop Modus zu spielen. Die Gegner werden zäher, man kann wiederbelebt werden (was im Single Player Spiel nur durch das Erledigen von Gegnern beim Sterben möglich ist, sozusagen ein Revivekill) und noch tonnenweise mehr Dinge die es alle Wert sind entdeckt zu werden. Einer der wenigen Negativen Punkte der Ki liegt nicht in den Gegnertypen, sondern in den Npcs die sich nicht von der Stelle bewegen und einfach nur dastehen. Dies zerstört leider etwas die prächtige Atmosphäre des Spiels, die ansonsten aber Makelos ist.

Präsentation

Ein gemütlicher Einkaufstrip? Sicher nicht.

Ein gemütlicher Einkaufstrip? Sicher nicht.

Irgendwie haben es die Jungs von Gearbox Software geschafft, der Welt von Pandora einen sandigen, alten, rostigen und doch zugleich lebendigen und farbenfrohen Stempel aufzudrücken. Die mit Celshading angehauchte Optik unterstreicht das Leben und Sterben auf Pandora in einer nahezu perfekten Art und zeigt das es sich gelohnt hat von dem Kurs abzuweichen, den die Gearbox Menschen noch vor 2 Jahren mit der etwas eingestaubten Engine hatten. Natürlich braucht man etwas Zeit um sich an diese neue Art von Optik zu gewöhnen, aber nach ein paar Stunden auf dem Wüstenplaneten möchte man dem ganzen nicht mehr missen. Auch wenn sich die Umgebungen in Ihrer Art und Weiße sehr ähnelt, ist Pandora dank vieler liebevoll und teils aufwändig gestalteter Details hervorragend inszeniert. Ein weiteres Plus zur Atmosphäre und der Stimmigkeit der Welt tragen die vielschichtig und sehr gut gelungenen Gegneranimationen bei, die einem manchmal wirklich schmunzeln und staunen lassen. Fliegende Arme, abfallenden Köpfe und noch viele weitere tolle Animation entzücken das Auge und berreichern das Töten von Feinden ungemein. Doch nicht nur die Grafik und Animation in Borderlands wissen zu gefallen, sondern auch der Sound gehoert mit zum Feinsten was aus euren Anlagen und Fernsehern zu schallen vermag. In ruhigen Passagen fällt euch die Begleitmusik meistens nicht auf, so gut ist sie integriert. Doch sobald sich Unheil zusammenbraut, steigert sich die Musik von einer ruhigen Passage hin zu einer Aktion orientierten Untermalung der Extraklasse, die einem das Adrenalin durch die Venen in die kleinen Schussfingerchen pumpt. Und auch die Feuer -Schlag -und Spritzgeräusche sind tadelos und passen exzellent in das Gesamtbild des Spiels. Einzig die nicht wirklich vorhandene Sprachausgabe der Npcs entäuscht einwenig.

Mehrspieler

Am besten spielt es sich in einer Gruppe.

Am besten spielt es sich in einer Gruppe.

Der Multiplayer in Borderlands ist das, worauf der Doktor aus der Bar in Firefly sein gesamtes Geld verwetten würde. Nein, natürlich reden wir hier nicht von ordinärem Deathmatch oder Capture the Flag, sondern von grandiosem und Perfekt eingebautem Coop à la Gears of War 2. Und genau das beinhaltet Borderlands. Mit Freunden oder Fremden auf Beute Jagd gehen, Gegner aufmischen und das mit unterschiedlichen Leveln und nCharaktere, war selten so gut und aufwühlend umgesetzt wie hier. Natürlich braucht das Waffenverteilsystem noch etwas an Überarbeitung und das letzte Feintuning muss noch gemacht werden, aber so gut intergriert wie die Multiplayer Kampagne sich in Borderlands spielt, muss erstmal ein anderer Hersteller hinbekommen.

Fazit

Borderlands. Wow. Das nenn ich mal einen richtigen Hammer, den die Jungs von Gearbox da abgeliefert haben. Klasse Optik, 1000+ verschiedenen Waffen, tolle Gegnertypen und einen klasse Sound der das Panorama auf Pandora nahezu perfekt untermalt. Dazu das tolle Leveling und Beuteschema, und viele kleine Details die das Spiel von der Konkurrenz abheben. Leider gibt es auch hier kleine Schwächen die das Spielvergnügen zwar nicht allzu stark Schwächen, aber doch ins Auge fallen, wie die sich nicht bewegenden Npcs, die fehlende Sprachausgabe bei Quests und das Hackelige Verhalten der Fahrzeug Steuerung. Aber alles in allem ist es ein Spiel das in keiner Sammlung fehlen sollte. Fallout 3, gib Borderlands bitte das verroste Zepter, es gehoert Ihm!

Pro’s

  • Tolle Celshading Optik
  • sehr gutes Leveling und Beute Schema
  • Grandiose Atmosphäre und Sound
  • Toller Multiplayer
  • Tolles Waffenhandling

Contra’s

  • Keine Sprachausgabe bei Quests
  • Etwas eintönigerer Singleplayer
  • Die ersten 2 Stunden etwas zäh

Gameplay:

Grandioses, intuitives und sehr schnell verinnerlichtes Spielprinzip auf sehr hohem Niveau mit ausreichend Biss um auch Profis zum bleiben zu überreden.

Grafik:

Prächtige und makellos schöne Celshading Optik, die sich von der Konkurrenz abhebt und durch feine und liebevolle Details auszeichnet.

Sound:

Geniale Sounduntermalung, pralles Gewehrfeuer und verrückte Schreie von brennenden Gegnern unterstreichen die tolle Atmosphäre des Spiels in einer atemberaubenden Weise.

Wertung
87%
Gesamtwertung
Awards



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