Puzzle- und Minispiele für zwischendurch erfreuen sich heutzutage einer Beliebtheit, wie es schon lange nicht mehr der Fall war. Mit Browser- und Flashspielen wurden die Tore zum kostenlosen Spielevergnügen geöffnet, das den Standard kommerzieller Spiele zwangsläufig in die Höhe treiben lässt. Während Spiele wie Puzzle Quest verdeutlichen, dass es durchaus möglich ist, ein innovatives und fast abwechslungsreiches Puzzlespiel zu gestalten, für das ein Kauf sich richtig lohnt, haben es die Entwickler von Storm City Games nicht geschafft, mit Bermuda Triangle richtig zu überzeugen.
Inhaltsverzeichnis
Story
Die Korallenriffe der Meere sind bedrohte ökologische Komplexe – wahre Weltwunder, aber stark gefährdet durch Mensch und Tier. So lässt sich die Geschichte im Grunde eigentlich auch schon zusammenfassen. Dem Spieler wird die Aufgabe zuteil, an der Route entlang des Bermudadreiecks Korallenriffe zu züchten und somit das Überleben dieser Organismen zu sichern. Natürlich versuchen eine Hand voll Gegner den Spieler an diesem Vorhaben zu hindern, und so werdet ihr mit Attacken von feindlichen Booten, Quallen oder Tintenfischen konfrontiert, die ihr auf verschiedenen Wegen abwehren könnt. Je höher das Level, umso schwieriger wird dieses Unterfangen. Mit Bermuda Triangle darf man allerdings nicht auf ein Spiel über das Mysterium Bermudadreieck erhoffen, wo Flugzeuge verschwinden, Schiffe scheinbar grundlos sinken und die Zeit ihren eigenen Meister zu spielen scheint. Denn schon nach wenigen Spielminuten lässt sich feststellen, dass die wilden Geheimnisse des Dreiecks weiterhin das bleiben, was sie bislang schon sind: geheim und verborgen.
Gameplay
Das Spiel steuert sich mit dem Nunchuck und den Wii-Remote. Ganz im Sinne des Match-3-Prinzips müsst ihr in Bermuda Triangle – naja, nicht drei, aber vier – gleiche Container zusammentragen, um diese zum Platzen zu bringen. Das setzt den wichtigen Korallendünger frei, welches das Riff wachsen und gedeihen lässt. Einerseits zeigt ihr mit dem Pointer, wohin ihr eure Container befördern möchtet, und diese werden dann auch tatsächlich zielgenau an Ort und Stelle geschossen, andererseits bewegt ihr über den Nunchuck eure Spielfigur, also das kleine Schiffchen an der Wasseroberfläche. Dieses kann aber auch genauso gut während des ganzen Spiels an einer Stelle stehen bleiben, wenn es denn so beliebt. Feindliche Boote lassen sich mit verschiedenen Attacken beseitigen, beispielsweise mit dem Einsatz von Kanonen, während Quallen oder Tintenfische mit Hilfe des Pointers und anhand einiger Klicks auf die A-Taste vertrieben werden.
Mit dem Freisetzen des Düngers füllt sich ein Teil der Prozentanzeige im oberen Bildschirmbereich, ebenso wird dem Spieler im Verlauf eines Levels Geld gutgeschrieben. Ist die Anzeige voll, wird das Level erfolgreich beendet. Nähern sich hingegen die Container der unteren Bodengrenze, beginnt der Bildschirm rot zu leuchten und eine laute Sirene warnt den Spieler in Begleitung der auffallenden Beschriftung „Gefahr“ vor einem möglichen Game Over. Das Spiel gilt ebenfalls als verloren, wenn ein feindliches Boot das eigene Schiff zerstören sollte. Beschädigungen lassen sich mit Spezialwaffen reparieren, ebenso können auch überschüssige Nährstoffcontainer auf gleiche Weise beseitigt werden. Im Laden lässt sich das gesammelte Geld in noch bessere Kanonen oder ähnliche Spezialwaffen investieren. Das macht das Spiel dann doch etwas witziger und lässt die Motivation zum Weiterspielen steigen.
Präsentation
Über die Technik lässt sich nicht allzu viel sagen. Das Spiel wurde stark im Comic-Stil entworfen, Animationen kommen fast keine vor und wenn doch, dann wurden sie sehr spärlich gehalten. Die Musik hängt sich nicht weiter im Gedächtnis fest, gliedert sich aber mit seiner unaufdringlichen Art gut ins Spielgeschehen mit ein. Der Soundtrack beschränkt sich allerdings auf etwa drei Lieder. Positiv fiel die Umsetzung der Steuerung mit dem Wii-Remote auf, denn diese ist den Entwicklern gut und sehr zielgenau gelungen.
Was dann doch für etwas Irritation sorgen konnte, war das fehlende Tutorial. Die Spielemechanik lässt sich lediglich aus der Spielbeschreibung entnehmen. Natürlich ist es kein Kunststück selbst herauszufinden, dass sich die Qualle mit einigen Knopfdrücken vertreiben lässt, dennoch wäre eine kurze Einführung in das Spiel wünschenswert gewesen.
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