Die Fans haben lange auf ein Sequel der beliebten Anno-Reihe gewartet und endlich ist es soweit, mit Anno 1404 geht die Anno-Reihe bereits in die 4. Generation und hat sich zu mindestens auf den ersten Blick vom Spielprinzip nicht sonderlich verändert. Ob das Häuslebauen und das Wirtschaften nach wie vor so anspruchsvoll und spaßig ist, haben wir für euch getestet.
Inhaltsverzeichnis |
Details über Anno 1404 |
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für folgende Konsolen erhältlich:
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Story
Obwohl Anno noch nie eine “wirkliche” Kampagne besaß, kommt auch mit Anno 1404 ein kleines Beiwerk dem Spiel in Punkto Story zu Gute. So wird euch die Aufgabe auferlegt, den erkrankten Kaiser zu heilen und so macht Ihr euch mit Lord Richard Northburgh auf den Weg eine unentdeckte Welt zu erkunden und eure heilige Pflicht zu erfüllen. Alles was euch dabei zur Verfügung steht, ist ein Schiff, einige Vorräte und eine treue Besatzung samt Beratungsstab.
Dabei hat die Errichtung eines gigantischen Doms fern vom heimischen Horizont oberste Priorität, um so Gott um die Genesung des erkrankten Kaisers anzuflehen. Dabei kommt Ihr nicht nur in den Genuss eurer eigenen Kultur und Machenschaften, sondern entdeckt auch zum ersten mal den wilden und gleichzeitig verzaubernden Orient. Gespickt mit kulturellen Gütern, Völkern und geheimnisvollen Charakteren erforscht Ihr die neue Welt. Und dies wird euch das ganze Spiel über wohlklingend und überzeugend vermittelt, so erzählt Anno 1404 gerade mit den schön gerenderten Zwischensequenzen die Story äußerst unterhaltsam.
Gameplay
Voll gepackt mit Vorräten und einer Hand voll treuer Männer, macht Ihr euch mit eurem Schiff auf den Weg in eine neue Welt, wie in jedem Anno-Teil zuvor auch, besteht eure erste Aufgabe in dem Sichten einer geeigneten Insel. Wo früher die Auswahl meistens auf das größte Land oder die verlockendsten Rohstoffe fiel, wird in Anno 1404 die Entscheidung schon ein Stückchen schwieriger, denn je nach dem ob Ihr eure Lager im Norden oder im Süden aufschlagt, profitiert Ihr entweder von von Most, Gewürzen oder Indigo. Aber natürlich sind auch Rohstoffe wie Steine, Eisenerz, Kohle, Salz, Gold, Kupfer oder Quarz nicht auf jeder Insel zu finden.
Also macht man sich zuerst auf die Suche nach einem geeigneten Fleckchen Land, wählt Ihr beispielsweise eine Insel im Süden, um später reich an Gewürzen zu sein, so solltet Ihr auch die restlichen Ressourcen und damit die Insel an sich bewerten, so sind Holz und Fisch überall verfügbar, aber eventuell benötigte Ressourcen wie Gold oder Kohle nicht. Habt Ihr euch für eine Insel entschieden, müsst Ihr diese zunächst besiedeln, dafür sollte natürlich genug Bauland vorhanden sein, damit Ihr und eure Siedlung wachsen und gedeihen kann.
Habt Ihr euren Kontor (euer Hauptlager) errichtet, muss der Grundstein einer jeder Metropole gelegt werden, dafür errichtet Ihr nach und nach Straßen, Wohnhäuser, öffentliche Gebäude und natürlich Produktionsstätten, damit auch die Ressourcen Zufuhr nicht abbricht. So wird gerade anfangs Holz schnell knapp und so sollte man dadrauf achten, das genügend Holzfäller sich um die nachwachsende Rohstoffe kümmern, die besten Erträge werden dabei in den reichhaltigsten Gegen wie zum Beispiel einem Wald erzielt.
Neben Holz gehört natürlich auch die Nahrungsversorgung zum Grundstein einer jeden Stadt, während man anfänglich noch auf Fischerhütten entlang der Küste setzen muss, werden durch die wachsende Entwicklung der Stadt auch Alternativen geboten, um alle Bedürfnisse der Einwohner decken zu können.
Eure Einwohneranzahl spiegelt im Grunde den Grad eurer Entwicklung wieder und ist abhängig von der Menge der Wohnhäusern, der Versorgung und der gegebenen Infrastruktur, das bedeutet das Ihr bei einer guten Infrastruktur mit gut geregelter Grundversorgung auch schnell einen spürbaren Wachstum nachvollziehen könnt. Krankheiten, Brände oder feindliche Armeen können hingegen wieder eure Einwohnerzahl schneller schrumpfen lassen, als euch lieb ist. Und so ist es eure Aufgabe sich ausgiebig dem Wohl eures Volkes zu widmen. Damit dies auch gelingt, könnt Ihr die Bedürfnisse eurer Einwohner einsehen. So benötigt Ihr für die Erfüllung der sozialen Bedürfnisse vorwiegend öffentliche Gebäude, wie ein Kloster oder eine Brauerei.
Habt Ihr für eine gute Grundversorgung gesorgt und ausreichend neue Waren für eure Einwohner besorgt, steigt Ihr in die nächste Zivilisationstufe auf. Diese Stufe spiegelt euren kulturellen und wirtschaftlichen Entwicklungsstand wieder. Insgesamt könnt Ihr 6 Stufen aufsteigen, 4 für die Okzidents und 2 für den Orient. Solltet Ihr nicht in der Lage sein, die Bedürfnisse eurer Bürger zu befriedigen, demonstrieren diese oder verlassen sogar Ihre Häuser.
Natürlich benötigt eine Metropole zum wachsen auch ordentliche finanzielle Mittel und so spielen auch die Steuerung wieder eine entscheidende Rolle in Anno 1404, wer die Steuern für die einzelnen Schichten zu hoch ansetzt, sinkt womöglich in der Zivilisationsstufe nach unten, sind die Steuern dagegen fair so dankt euch euer Volk in dem es sich ordentlich verhält. Neben den “erwirtschaften” Steuern gibt es in Anno 1404 auch noch eine weitere “Währung”, mit dessen Hilfe Ihr neue Items mit denen Ihr zum Beispiel eure Ladekapazitäten erhöhen könnt und “Errungenschaften” wie zum Beispiel das erkaufen der nächsten Zivilisationsstufe freischalten könnt. Ruhm erhält man nicht nur durch das erfolgreiche Aufsteigen in die nächst höhere Zivilisationsstufe, sondern auch durch das erfüllen kleiner Miniquests.
Neben der normalen “europäischen” Bevölkerung erblicken bei Anno 1404 nun erstmalig die orientalische Bevölkerung die Welt und bietet neben neuen Gebäuden auch neue Ressourcen wie zum Beispiel Seide. Spielteschnich unterscheiden sich diese Gebäude zwar nicht, aber sie bieten eine willkommene Abwechslung zu der sonst steinernden Fassade eurer Stadt. Um in den Genuss dieser Gebäude zu kommen, ist es allerdings notwendig das Ihr euer Ansehen ordentlich steigert, denn nur wenn Al-Zahir euch wohlgesonnen ist, dürft Ihr orientalische Geäbude bauen. Um Al-Zahir milde zu stimmen, hilft euch das eine oder andere Gastgeschenk.
Wer Anno also eine Zeit lang spielt, wird schnell merken, das es sich bei Anno 1404 nicht um ein einfaches Aufbauspiel handelt, sondern durch die Bedürfnisse der Einwohner schon einen Sim-ähnlichen Beigeschmack von sozialer Komplexität bietet. Denn wer nicht auf seine Bürger hört, wird seine gesteckten Ziele wohl nie erleben und auch wenig Spaß mit Anno 1404 haben.
Neben dem Bauen von Gebäuden und Ressourcenketten, dreht sich natürlich bei Anno alles um Handel und Diplomatie. Wer zum Beispiel einen Handelspartner gefunden hat, hat zwei Möglichkeiten, entweder er betreibt passiven Handel, bei dem der Partner sich die vorhanden Waren selbst im Kontor ansieht und dann mit euch handelt oder Ihr geht über in den aktiven Handel. Dabei wird der An- und Verkauf an fremde Kontoren durch ein Handelsschiff betrieben. Dies hat vor allem den Vorteil, das Ihr nicht auf euren Handelspartner warten müsst und Ihr beim Bedarf bestimmter Waren schnell und manchmal auch günstig an die gewünschte Ware ohne großen Zeitverlust gelangt. Um diesen Vorgang nicht ständig zu wiederholen bietet Anno das festlegen sogenannter Handelsrouten an, dabei bestimmt Ihr die Niederlassungen eurer Handelspartner aus und automatisiert so eure Geschäfte.
Ein weiterer Punkt bei Anno war und ist die Diplomatie, mit dessen Hilfe Ihr eure Einstellung gegenüber anderen Völkern entweder durch einen Friedensvertrag, einen Handelsvertrag, einen Bündnisvertrag oder eine Kriegserklärung klar machen könnt. Erklärt Ihr beispielsweise einer anderen Bevölkerung den Krieg, solltet Ihr eure Insel durch Militärgebäude vor fremden Übernahmen schützen. So ist es nun auch möglich ganze Festungen, Mauern, Türme und Tore zu errichten. Danach geht Ihr zum Angriff über, dafür stehen euch neben einigen Kriegsschiffen auch einzelne Militärgebäude, wie das Heerlager oder die Trebucheterstellungen zur Verfügung, um diese auf einer feindlichen Insel zu errichten und eure Truppen auszusenden ist es allerdings vorher notwendig einen Kontor auf dessen Insel zu errichten.
Allerdings sind die Gefechte recht unspektakulär und unnötig, denn bei Anno 1404 geht es halt hauptsächlich um das Handeln und Wirtschaften zum eigenen Wohl und das schafft Anno auch gut verpackt dem Spieler zu vermitteln.
Präsentation
Grafisch bietet Anno 1404 vom Wasser bis zum Gebäude eine Augenweide, wie man sie nur selten bei Strategie-Spielen sieht. Gerade das Wasser und der realistische Wellengang sind den einen oder anderen Blick wert und kitzeln fast das Verlangen hervor mal wieder so richtig Urlaub zu machen. Auch die Architektur und die Detailstufe der einzelnen Gebäude können durch und durch überzeugen und bieten samt der lebhaften Einwohner eine überzeugende grafische Note, an die man gerne richtig ranzoomen würde, leider ist dies von Anno nicht vorgedacht und so muss man sich mit einer trotzdem umfangreichen und prachtvollen Grafik “zufrieden” geben.
Auch das Intro und die kurzen Zwischensequenzen bringen die Anno typische Stimmung hervorragend und ansehnlich rüber und das mit wirklich anhaltenden und schön animierten Grafiken. So wünscht man sich das Mittelalter auf seinen heimischen Rechner!
Sound
Was Anno 1404 visuell schon leistet, wird auch im akustischen Bereich nicht minder schlecht umgesetzt und so bietet der Soundtrack und der Sound eine hervorragende Klangqualität. Das spiegelt sich vor allem bei der hörenswerten Auswahl der Synchronsprecher wieder, welche wie bei den Vorgängern herrlich die Geschichte fortlaufend erzählen und klangvoll die Boxen vibrieren lassen. Einzig und allein die Soundsamples der Schlachten lassen ein wenig an “Dampf” und “Krach” vermissen.
Fazit
Anno 1404 schafft das, was der Vorgänger nur schwer schaffte, so vergisst man die Zeit beim betrachten der eigenen Bevölkerung nur all zu schnell. Es ist einfach herrlich wie der Wachstum der eigenen Metropole durch die Verfeinerung der eigenen Infrastrukturen scheinbar grenzenlos heranwächst. Spätestens wenn die Bevölkerung das erste mal richtig quengelt und die Insel knapp an Ressourcen wird, möchte man als Spieler noch eben eine neue Insel erschließen und dem Volk das geben wonach sie schmachten. Anno 1404 ist somit ein klarer Kauftipp für alle Aufbau-Strategie-Fans und sollte dieses Jahr in jedem Spieleregal stehen, einen dicken Minus punkt, gibt es allerdings für den fehlenden Multiplayer-Modus, der das wirtschaften doch noch weiter ausweiten könnte.
Pro’s |
Contra’s |
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Gameplay:
Die ganzen Neuerungen und das ausgewogene Gameplay laden wahrlich zum Wirtschaften und Handeln ein.
Grafik:
Grafisch ist Anno 1404 das schönste Anno aller Zeiten. Toll!
Sound:
Natürlich spielte der Sound schon immer eine wichtige Rolle bei Anno und so punktet auch bei Anno 1404 der Sound durchweg gut.
Wertung: |
Awards |
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