Mit Naruto – Ninja Council findet die beliebte Anime-Serie erstmals ihren Weg auf den Nintendo DS. Viele spielbare Charaktere aus der Serie und mächtige Spezialattacken versprechen ein Fest für Fans, doch lohnt sich das Spiel auch für Serien-Neulinge?
Inhaltsverzeichnis |
Details über Naruto – Ninja Council |
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für folgende Konsolen erhältlich:
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Story
Bei Naruto Ninja Council geht es vorwiegend um die erste (wirklich weitreichende) Staffel rund um Naruto und seine Freunde.
Gameplay
Das Spiel fühlt sich an wie eine Mischung aus klassischem Plattformer und Beat ‘em Up. In schön gezeichneten 2d-Welten, die sich über mehrere Ebenen erstrecken, hüpft, sammelt und kämpft man sich mit einem der 20 spielbaren Charakteren durch die verschiedenen Missionen. Auf eine Story wird dabei leider komplett verzichtet.
Die Missionsaufträge sind dabei nicht wirklich einfalls- jedoch sehr abwechslungsreich. Mal soll man seinem Gegner die Hälfte der Lebensendergie abziehen, in anderen Missionen muss man Schriftrollen erkämpfen, Fledermäuse vernichten, im Wettrennen mit dem Gegner Checkpunkte ablaufen, Steine zerschlagen oder jemanden mit einem bestimmten Spezialangriff verletzen. Die unterschiedlichen Missionstypen spielen sich alle ein wenig anders und erfordern ihre eigenen Strategien. Insgesamt fallen die Missionen in vier Schwierigkeitsstufen, von denen anfangs nur die einfachste spielbar ist. Hat man alle Missionen einer Stufe vollendet, so ist die der nächsthöhere spielbar. Außerdem kann man durch das Bewältigen einiger Missionen neue Charaktere freischalten.
Zu Beginn einer Mission wählt man einen der verfügbaren Charaktere und kann dann bis zu vier Spezialangriffe (Jutsus) wählen. Dabei ist man nicht nur auf die eigenen Jutsus beschränkt sondern kann auch auf die der anderen Charaktere zurückgreifen. Der erste Kontakt zur Steuerung im Spiel verpasst dem bisher sehr positiven Eindruck einen Dämpfer. Das Schritttempo des Figur ist so langsam, dass es fürs Spielen überhaupt nicht zu gebrauchen ist – also am Besten immer den Renn-Knopf gedrückt halten. Was für einen „Super Mario“ eine leichte Fingerübung ist (mal ehrlich: Wer von Euch hat NICHT während des kompletten Spiels den Renn-Knopf gedrückt gehalten?), weil man Rennen und Springen mit ein und dem selben Daumen bedienen kann, ist für Naruto ein schweres Kunststück, denn für so manchen Dicken Daumen ist es auf Dauer unangenehm, die B-Taste zum Rennen gedrückt zu halten und mit der Daumenspitze X zum Werfen zu erreichen, ohne auf dem Weg A oder Y zu drücken. Sobald man das mit dem Rennen hin bekommen hat, hätte das Spiel eigentlich ein schönes Tempo und einen tollen Spielfluss, wäre da nicht der zweite Dämpfer: Die Standardangriffe. Mit Schlagen, Werfen, Blocken und ab und zu mal einem Messerwurf ist das Arsenal erschöpft. Noch nicht einmal Treten ist möglich. Ihr möchtet gerne während des Gehens schlagen? Fehlanzeige. Außerdem sind die Angriffe sehr schwach und um viele der Missionen zu bewältigen, reichen sie bei Weitem nicht aus. Bei einem Kampfsystem, das sogar dem eines „Alex Kid“ unterlegen ist, stellt sich die Frage, ob man Ninja Council wirklich noch als Beat ‘emUp bezeichnen kann – wären da nicht die Spezialangriffe, womit wir bei Dämpfer Nummer 3 angekommen sind.
Wer es richtig krachen lassen will, greift auf die Jutsus seines Charakters zurück. Diese werden durch Schaden, den man einem Gegner zuführt, aufgeladen und können auf dem Touchscreen über vier Knöpfe neben der Übersichtskarte (zur Karte später mehr) aktiviert werden. In der Regel folgen pro Spezialangriff ein bis zwei typische DS-Minispiele, in denen man Symbole anklickt, den Stift im Kreis bewegt oder mal ins Mikro pustet. Hat man das in der erforderlichen Zeit und oder Fehler geschafft, wird der Angriff ausgeführt.
Um es einmal deutlich zu machen: das ist dem Spielfluss nicht zuträglich. Wie bereits erwähnt sind die Standardangriffe nicht sehr nützlich, also muss man wohl oder übel so oft wir möglich auf seine Jutsus zurückgreifen. Diese werden durch eine 2-Bildschirme-füllende Animation jeweils ein- und ausgeleitet. Währenddessen muss man von Button-Steuerung auf Stift-Steuerung auf Button-Steuerung wechseln, nur um sich so schnell wie möglich wieder in Position für den nächsten Jutsu zu bringen.
Präsentation
Sobald man sich mit der schlechten Steuerung abgefunden hat kann man die Aufmachung des Spiels genießen. Kämpfer und Hintergründe präsentieren sich mit liebevoll gezeichneten 2d-Graphiken und flüssigen Animationen.
Damit, dass viele Spiele den zweiten Bildschirm des DS zumeist nur mit einer großen Übersichtskarte füllen, haben ich mich langsam abgefunden. Aber was Ninja Council auf dem zweiten Screen präsentiert, geht noch einen Schritt weiter: Die Karte stellt weder Umgebung, noch Gegenstände, Checkpoints oder Standardfeinde dar, sonder ausschließlich den eigenen Spieler und höchstens einen anderen feindliche Charakter. Somit ist in den meisten Missionen komplett unnütz, da sie nur einen einzigen Punkt anzeigt.
Sound
Die Soundeffekte sind auf sehr gutem Beat ‘em Up Niveau und die Musik sorgt für eine rasante Stimmung.
Mehrspieler
Konnte leider nicht getestest werden.
Fazit
Die abwechslungsreichen Missionstypen, schönen Graphiken und knackigen Sounds hätten ein schnelles und flüssiges Spiel abrunden können. Allerdings bremsen die schlechte Steuerung und das Konzept hinter den Jutsus den Spielfluss immer wieder aus. Für Fans des Anime ist Naruto – Ninja Council auf jeden Fall einen Blick wert. Spieler, denen Naruto bisher unbekannt ist, sollten vielleicht besser die Finger davon lassen.
Pro’s |
Contra’s |
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Wertung:
- 68% Story
- 65% Gameplay
- 56% Steuerung
- 67% Grafik
- 66% Sound
- -% Multiplayer






