Eine WG – drei junge Kunstdiebe - ein Ziel. Sie wollen sich die absurden Gelder der internationalen Kunstmärkte zu nutzen machen, um ihre eigenen idealistischen Ziele verwirklichen zu können. Denn das Geld soll wiederum an die Armen gespendet werden, ganz nach dem Prinzip von Robin Hood! Doch dabei werden sie von einem special Agent gestört, der ursprünglich gar nicht sie verfolgte. Und dabei liegen alle vier Charaktere in Deiner Hand!
Ein Point and Click Adventure von dtp entertainment, das eher einem richtigen Film, als einem Adventure, gleicht.
Inhaltsverzeichnis |
Details über 15 Days |
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für folgende Konsolen erhältlich: |
Story
Cathryn Hope ist die einzige Frau in der dreiköpfigen WG in London, die gleichzeitig der Chef der Kunstdiebe ist. Sie ist die optimistische in dem Team, hat starke Nerven und ist ein absoluter Kletterfreak. Sie braucht die guten Nerven, da sie die Einbrüche durchzieht, während Bernard Dewaele der Planer im Hintergrund ist. Eigentlich ist er Kunstsachverständiger, hat aber früher allein Einbrüche durchgezogen. Als er jedoch Cathryn kennenlernte, überließ er ihr die Führung. Der dritte im Bunde ist Mike Mensforth, denn einen technisch begabten Mann braucht die Gruppe schließlich auch. Mike sieht aus wie ein wirklicher Computerfreak und ist es auch durch und durch. Bei allen Fragen rund um Technik, ist er gefragt. Nur so können Einbrüche funktionieren.
Die Drei leben also in einer Londoner WG, die immer mal wieder Einbrüche planen, um Kunstgemälde zu stehlen um schließlich das Geld, sofern sie dies nicht selbst behalten, den Armen zu übergeben. Natürlich ganz Anonym. Dabei haben sie einen klassen Maler, namens Robert McBride (von Beruf Kunstprofessor), an der Hand, der ihnen die Kunstwerke original abmalt. Die erhaschten Originalwerke verkaufen sie dann an merkwürdige und zwiespältige Kunstsammler.
Es ist auch erst zwei Wochen her, als die dreier Clique einen Raub in einer Sonderausstellung in Kapstadt/ Südafrika durchführten und dieses Geld an Entwicklungsprojekte verschenkten, als sie dort das Portrait von Cecil Rhodes stahlen.
Als Cathryn Geburtstag hat, kommt der nächste Auftrag ins Haus geflogen, womit die zwei Männer Cathryn überraschen. Das Portrait des Winston Churchill soll aus dem Londoner Modern Museum gestohlen werden.
Während dessen arbeitet der special Agent Jack Stern an einem mysteriösen Mordfall. Das Opfer – der britische Außenminister Henston, der plötzlich an seinem Schreibtisch zusammensackte, während Blut aus Nase und Ohren floss. Doch die Bemühungen ihn ins Krankenhaus zu bringen waren leider vergeblich. Er verstarb. Als Stern sich in dem Büro des Außenminister durchsieht, stößt er auf eine Nachricht über den Transport des gestohlenen Rhodes Portrait, was natürlich sofort sein Interesse erweckt.
Die dreier WG macht sich also bereit, um ihren nächsten Auftrag zu tätigen, wissen aber zu diesem Zeitpunkt nicht, dass ihre Freundschaft auf eine Harte Probe gestellt wird. Immer wieder werden sie mit der Frage konfrontiert: “Tun wir eigentlich noch das Richtige?”
Stern beschäftigt sich mit dem Mordfall, weiß zu diesem Zeitpunkt aber auch noch nicht, wie dieser mit den Kunstdieben verstrickt sein wird. Und beide Seiten wissen nicht, dass sie bald aufeinanderstoßen werden…
In dem Point and Click Adventure übernimmt ihr alle vier Charaktere. Einerseits müsst ihr also den Einbruch planen, als auch dafür zu sorgen geschnappt zu werden.
Ihr steuert also die verschiedenen Personen, wie aus einem typischen Point and Click Adventure kennend, mit der Steuerung über die Maus. So gibt es auch die verschiedensten Hotspots zum anklicken, um Gegenstände zu betrachten oder aufzunehmen, oder sogar zu benutzen. Dazu verändert sich das Symbol der Maus, damit ihr genau wisst, was ihr automatisch mit dem Gegenstand machen müsst oder könnt.
Eine Besonderheit in diesem Spiel ist die Einführung eines PCs. Da ihr natürlich als Kunstdiebe über Eurer Diebesgut bescheid wissen müsst, empfiehlt es sich eine Suchmaschine zu befragen, ihr Name – Ryzoom. Desweiteren müssen Mails abgerufen und ausgedruckt werden, weshalb ihr immer mal diese abrufen solltet. Doch hier gibt es den ersten großen Kritikpunkt. In diesem Spiel wird Euch an manchen Stellen immer einmal gesagt, was ihr zu erledigen habt. Es wird Euch aber keine Möglichkeit geboten, irgendwo diese Ziele nach zu schauen. Kaum seit ihr an einem PC angelangt, sollt ihr etwas nachschauen. “Aber worum ging es gleich noch?” “Was soll ich jetzt nachschauen?” Auf die Rechtschreibung muss auch genauestens geachtet werden, da sonst die Suchmaschine diesen Begriff / Namen nicht findet. Besser ist also, ihr schreibt immer einmal selbst im Spiel mit und passt zu jeder Zeit immer gut auf. Schwierig wird es nämlich immer dann, wenn man speichert und ein paar Tage nicht weiterspielt. “Wo war ich eigentlich stehen geblieben?” Leider vermittelt das Spiel ganz oft die Frage, “Was muss ich jetzt überhaupt machen?” Das ist wirklich schade!
Ein weiterer negativer Punkt ist das Genre. Unter einem typischen Point and Click Adventure stellt man sich natürlich die Steuerung mit der Maus, sowie das Anklicken der Hotspots und der Benutzung/Kombination verschiedener Gegenstände vor. Aber die Puzzle, die man normalerweise löst, sind in diesem Spiel eher nicht vorhanden. Daher kann das Spiel eher als eine Nachahmung eines Films bezeichnet werden. Dennoch ist die Story so spannend gemacht, dass man immer wissen möchte, wie es weitergeht.
Wie bereits erwähnt, sind alle vier Charaktere spielbar. Jedoch wird Euch vom Spiel vorgegeben, wann ihr welche Person zu spielen habt. Da das Spiel sehr linear ist, sind manche Szenen mit einer zu spielenden Person sehr kurz, da nur eine einzige Aktion ausgeführt werden soll, damit dann mit einer anderen Person weiter gespielt werden kann.
Schön gelöst wurde in dem Spiel 15 Days die Minikarte, über die ihr zu den jeweiligen Locations springen könnt. So spart man sich längere Spaziergänge durch London.
Präsentation
Die Locations und die Hintergründe sind wirklich toll in diesem Spiel. So reist man nach Paris und sieht den Eifelturm und irgendwie sieht alles ziemlich realistisch aus! Doch auch wenn man in diesem Moment ins Schwärmen kommt, endlich einmal wieder selbst zu verreisen, so ist beim Anblick der Charaktere die Lust irgendwie wieder vergangen. Trostlos und eher genervt erwecken sie den Eindruck, wenn sie denn da so durch die Locations schlürfen und immer den gleichen Gesichtsausdruck haben. Auch bewegt der Mund sich leider nicht immer richtig zu der Sprache. Und wie soll sich ein Spieler da so richtig in die Story einfinden, wenn selbst die Charaktere den Eindruck erwecken, selbst keine Lust zu haben?
Die Musik passt zu jeder Situation und findet sich im Spiel gut ein. Dennoch fällt sie nicht schwer auf oder wirkt auf den Spieler nervend.
Fazit
Auch 15 Days hatte ein gutes Potential, das den Spieler etwas an Fahrenheit erinnert, wo es doch vier spielbare Charaktere gibt. Leider hat sich das Potential bei 15 Days nicht ausgezahlt. Zwar wurden die Locations liebevoll und mit vielen Details erschaffen, doch wirken die spielbaren Charaktere nicht. Leider ist dieses Spiel auch eher mit einem Film zu vergleichen, als mit einem Adventure, denn wirklich knifflige Rätsel finden sich leider kaum. Die Story ist spannend und fesselnd, möchte man doch die ganze Zeit wissen, wie es weitergeht. Doch hat man ein paar Tage lang nicht gespielt, weiß man gar nicht mehr was man tun soll. Viel zu oft stellt man sich die Frage “Was muss ich jetzt überhaupt machen?”, und das ist meiner Ansicht nach ein No-Go. Echt schade eigentlich!
Pro’s
- Tolle Story
- Vier spielbare Charaktere
- super Locations
Contra’s
- zu lineare Geschichte
- kein typisches Point and Click Adventure
- Rätsel fehlen und sind wenn zu einfach
- Charaktere zu steif und langweilig
Gameplay:
Vier spielbare Charaktere, die sich immer wieder abwechseln. Das Spiel ist recht linear und gleicht einem typischen Adventure leider nicht, da die kniffligen Rätsel ausbleiben. Obwohl das Spiel sehr linear ist, weiß der Spieler oftmals nicht, was er zu tun hat.
Grafik:
Die Locations sind mit viel Liebe zum Detail erschaffen worden und erweckt die Lust zum Reisen. Allerdings fehlt dieser Elan bei den Charakteren völlig.
Sound:
Der Sound bindet sich in das Spiel ein und passt zu den jeweiligen Szenen.
67%
Gesamtwertung
