Ich weiß nicht ob ihr es schon wusstest, aber Strategie Spiele sind oft nicht das was die Packungen einem Versprechen. Geballte Action, Taktischer Tiefgang, brachial geniale KI die einem zum Verzweifeln bringt, und das nicht wegen Ihrer vielen Fehler und noch so einiges mehr. Starcraft zum Beispiel, hat es geschafft, Korea einzunehmen, mit perfekter Balance und ausgewogenem Multiplayer Design.
Darwinia war ein epische Schönheit, eine künstlerische Bereicherung des Strategie Genres und Supreme Commander hatte den bei vielen Command und Conquer Klonen so oft fehlenden taktischen Tiefgang.
Aber was wird R.U.S.E. (Frz. für List) für ein Spiel werden? Sprengt es ein weiteres mal die Grenzen des ewig gleich bleibenden Strategie Genres, oder wird es mit seinem 2ter Weltkrieg Szenario an der Küste der Normandie in den Panzersperrren hängen bleiben?
Inhaltsverzeichnis |
Details über R.U.S.E. |
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für folgende Konsolen erhältlich: |
Story
Story – Geschichte – Erzählungen – Rahmenhandlung – Etwas das euch entschädigt und euch weiter antreibt, meistens durch Cutscenes oder Ingame Handlungen von Protagonisten oder None Player Charakteren. Das alles könnt Ihr in R.U.S.E komplett vergessen. Komplett! Den es gibt keine Story. Wie fragt Ihr euch jetzt bestimmt, es gibt keine Story. Und ja, das habe ich mich am Anfang auch gefragt. Aber, und das ist das tolle daran, Ihr müsst euch R.U.S.E anders vorstellen. Nämlich wie ein neues Schach. Und, nun sind wir mal ehrlich, wer stellt sich beim Schach spielen den eine Hintergrund Geschichte vor. Also ich kenne niemand.
Und genau so nüchtern wie Schach, versucht R.U.S.E sich nun darzustellen. 1 gegen 1. 4gegen 4. Alliierte gegen Deutsche. Mann gegen Mann. Effiziente Truppenverschiebung und Strategische List. Oh Strategie Herz, hör auf zu schlagen.
Gameplay
Was man bisher von R.U.S.E gesehen und gehört hat, lässt einem die Kinn lade auf die Tastatur klappen, und die Maus zum Alteisen geben. Ich beschreibe es euch einfach mal so.
2 Männer sitzen sich gegenüber an einem großen Tisch, man sieht eine Landkarte, und würde man nicht wissen das diese 2 Herren Models sind, so könnten es auch Profi Poker Spieler sein, den Ihre Gesichter zeigen keine Regungen, die Ihre Strategie verraten könnte. Die Kamera zoomt auf die Landkarte, gleitet durch die Wolken, immer näher ans Geschehen, vorbei an B2-Bombern, Berge sagen links und rechts Hallo, und man schaut plötzlich auf ein kleines Mittel italienisches Dörfchen mit Häusern und Panzerkolonien und befindet sich mitten im Spiel. Was einem kurz wie eine Rendersequenz vorkommt ist in Wahrheit nichts weiter als der Spektakuläre Zoomfaktor den das Spiel müheloser als Google Earth unter seiner Engine Haube bereit hält.
Doch was macht man nun also bei diesem modern angehauchten Variante des klassischen Schachs. Man versucht das Hauptquartier des Gegners in einem bestimmten Zeitlimit einzunehmen. Und was benötigt man dafür? Klar, 200 verschiedene Truppentypen, Fabriken, und natürlichen einen Funkelnden Rohstoff, welcher hier in der Form von Gold auftaucht, den man per geschickt gelegter Straßen sich per LKW anliefern lassen sollte. So, das klingt bisher zwar ganz gut, aber noch nicht so wirklich originell, geschweige den Neu.
Kartensets
Hier kommt nun ein wichtiges Prinzip ins Spiel, das sich von vielen Brettspiel Klassikern wie Descent oder Zombie ableiten lässt.
Stellt euch, vor, ihr habt einen bestimmten Sektor, in dem es z.B. 2 Häuser gibt, welche mit Maschinengewehr Soldaten und Raketentruppen vollgestopft sind, und mitten durch führt eine Straße, auf welchem der Feind mit einem kleinen Panzertrupp anrückt. Wäre es da nicht geschickt, man hätte eine Karte, welche genau diesen Sektor, und damit die eigenen Häusertruppen unsichtbar machen könnte.Karte aus spielen und Voilà, ein gelungenes Täuschungsmanöver entsteht.
Aber was wäre den ein Täuschungsmanöver ohne eigenen Angriff? Also zaubert man die nächste Karte aus dem Ärmel, die einen Gegenangriff an einer anderen Stelle der Karte inszeniert, an der aber kein einziger Soldat beteiligt ist, sondern einfach nichts. Der Gegner erkennt dies übrigens nicht, sondern sieht bis zur Entdeckung der Einheiten nur einen Pokerchip ähnlichen Stapel der erst bei näherem hinfahren mit einer Einheit langsam Gestalt annimmt. Oder aber man wirft eine weitere Karte auf den Tisch, die Aufdeckung beinhaltet, oder eine Karte die einem alle Züge des Gegners zeigt, so das man Hinterhalte planen kann und und und.
Ihr seht, es geht also mehr um Reaktion und Aufklärung und effizientes Handeln, als in anderen Echtzeit Strategie Spielen. Und das waren nur die ein kleiner Teil der bisher vorgestellten Karten.
Multitouch
Ein weiteres Schmankerl von R.U.S.E. ist nicht nur, das es auf Taktik und Täuschung ausgelegt ist, sondern die Steuerung auch für Multitouch Eingabegeräte optimiert wurde. Darunter kann man sich z.B. den Microsoft Surface Tisch vorstellen, an dem ihr per Berührung dann eure Einheiten steuern könnt, und ähnlich wie auf dem iPhone durch Gestiken z.B. zoomen könnt. Des weiteren werden auch alle Touch fähigen Monitore unterstützt(z.B. IBM), ebenso wie die Cintiq Reihe von Wacom. Wir sind gespannt wie sich das auf das Spielverhalten auswirken wird und werden dies im Betatest für euch herausfinden.
Spielerfahrung
Die Beta ist eine reine Multiplayer Beta, sie besteht aus den Menüs Multiplayer spielen und Einstellungen, in dem ihr eure üblichen Optionen wie Grafikeinstellungen, Sound usw. habt. Im Multiplayer Menü kann man sich nicht entscheiden was man spielt, es wird nur 1vs1 Ranked Match oder 2vs2 Ranked Match angeboten, in dem ihr entweder selber hosten könnt, oder euch per Quickmatch in die Strategie Schlacht versetzen lasst. Beide Modi sind unkompliziert und schnell, und man wird nach meistens nach 5-10 Sekunden mit einem freiem Spiel und einem Spieler der ungefähr auf der selben Rank Stufe ist verbunden. Es gibt insgesamt 3 Maps zur Auswahl, die erste Karte ist Tank Graveyard, die einen kleinen Fluss an der linken Seite hat, und rechts Berge.Das Aussehen ist eher bräunlich, sie spielt aber nicht in der Wüste, sondern eher in einem abgelegen Küstengebiet. Beide Spieler stehen sich gegenüber, und die Karte ist recht überschaubar, und gut für kleine Scharmützel.
Der 2te Kartenname lautet Stronghold. Sie ist eine 2-4 Spieler Map, die aber in der Beta als 1vs1 Map genutzt wird, und somit doch deutlich größer ist als Tank Graveyard. Die beiden Spieler stehen sich seitlich gegenüber, getrennt durch mehrere Wege und 2 Flüsse, die symetrisch angeordnet sind. Das ganze ist eher grünlich gehalten, und scheint irgendwo in Frankreich zu spielen, zu mindestens könnte man das anhand der Vegetation annehmen. Es gibt mehrere Waldgebiete und ein paar vereinzelte Städte, in welchen man gut Truppen verstecken kann.

2vs2 Calderon aus der Vogelperspektive
Die 3te Karte nennt sich Calderon, ist eine 2vs2 Map in Medium Größe, und scheint erst seit kurzem in der Beta dabei zu sein. Sie besteht aus mehreren Flüssen die sich durch Berggebiete ziehen, und so den Übergang der Truppen erschweren.
Spielerisch ist das was ich bisher erfahren durfte in R.U.S.E ein wirklicher Fortschritt gegenüber allem was ich an Strategiespielen bisher im Multiplayer gespielt habe. Es fühlt sich einfach richtig an. Beim erstmaligen Einstieg in die Beta war man nicht, wie bei vielen anderen Strategiespielen, sofort überflutet mit Dingen die man tun kann und muss. Sondern alles war klar und sauber aufgeräumt, und sehr schnell verständlich. Ich wusste sofort was ich wo bauen sollte, wie ich welche Truppen handhaben kann und musste, und wo ich wie handeln kann und soll. Ein wirklich tolles Erlebnis. Und eben dieses Erlebnis steigert sich mit der Spielzeit noch beträchtlich. Man entwickelt neue Strategien, schaut sich manches bei seinen Gegner ab und entwickelt daraus neues, lernt die Vorzüge der Einheiten besser kennen und kann daraus dann mit Hilfe der RUSE Karten neue Taktiken entwickeln um den Gegner unter Druck zu setzen.
Was mir auch noch sehr gut gefällt an der R.U.S.E Beta, ist das eingebaute Zeitlimit, das zwar variabel einstellbar ist, sich aber inzwischen auf 15-25 Minuten bei den meisten Spielern eingependelt hat. Dies macht das ganze Spiel nicht nur schneller, sondern auch noch spannender. In meinem ersten Versuch, lag ich Punkte mäßig gut 150 Punkte eine Minute vor Schluss hinter dem Gegner, und schaffte es auf die Sekunde genau mit einem Schnellen Blitzkrieg Panzervorstoß noch ein Draw zu ergattern, da ich ihn in einem Tal überraschte. Ein tolles Gefühl!
Bisher scheint R.U.S.E alles zu erfüllen, was man sich von dem Spiel gewünscht hat und ich hoffe das die Menschen bei Ubisoft genau das beibehalten was sie sich vorgenommen haben, den das scheint richtig zu sein und zu funktionieren.
Fazit
R.U.S.E könnte das sein, worauf schon so lange gehofft wurde. R.U.S.E könnte all das sein, was Command und Conquer möchte, aber nie erreichen wird. Ein tolles, auf Taktik und Täuschung ausgelegtes Modernes Schach, das fesselt und einen hohen Wiederspiel Wert hat. Ich bin gespannt wie sich alles entwickeln wird und kann bisher nur erstaunt und erfreut sagen, ich werde R.U.S.E am Verkaufstag kaufen.
Ersteindruck: Hervorragend
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