Für Nintendos Wii gibt es mittlerweile jede Menge Zubehör, um das Spielen noch interaktiver zu gestalten. So sind vom Tennisschläger bis zum Boxhandschuh eigentlich sämtliche Varianten für die Hände bereits auf dem Markt erhältlich. Doch was ist mit den Füßen?
Das dachte sich sicherlich auch Nintendo und so begann die Entwicklung eines Balance Boards. Mit dessen Hilfe ist es möglich durch Gewichtsverlagerungen und Druckitensität auch den ganzen Körper zu fordern. Um dieses Prinzip auch für die Öffentlichkeit interessant zu machen, ist das Balance Board auch mit einem interaktiven Fitnessspiel ausgestattet, nämlich Wii-Fit.
Doch wie funktioniert das Balance Board und was sollte man vor dem Kauf vielleicht beachten.
Zunächst ein mal ist das Balance Board kein Leichtgewicht und schlägt mit knapp 4,5 Kg wohl nicht unter die Kategorie “schnell verstaubares Zubehör”. Aber das Gewicht hat auch seinen Grund, denn obwohl es äußerlich den Eindruck einer einfachen Plastikwaage macht, soll diese trotzdem mit bis zu 300 Kg belastbar sein. Leider ließen sich in unseren Reihen keine geeigneten Testpersonen finden um diese Tatsache auf Herz und Nieren zu prüfen. Dennoch konnte wir mit unseren Ottonormal-Gewicht das Board nicht zum knatschen bringen, somit bestätigt sich der Eindruck eines recht robusten Produktes wohl von vornherein doch.
Das Balance Board wird ohne Kabel betrieben und benötigt 4 AA Batterien, hier sei schon erwähnt das man sich wohl vorsorglich schonmal mit Akkus und einem Ladegerät bewaffnen sollte, denn die überdimensionierte Waage saugt die vorhandenen Batterien schneller leer als einem lieb ist. Achja, wieso ich Waage sage? Ganz einfach, das Balance Board hat die Möglichkeit euer Gewicht durch die Drucksensoren zu messen und an die Wii zu übermitteln, jedoch sollte man die ermittelten Werte nicht so stark ins Gewicht fallen lassen. Denn je nach Untergrund und Gewichtsverteilung können mehr oder weniger richtige Werte ermittelt werden.
Bedient wird das Balance Board durch einfaches drauf stellen und verlagern des Gewichtes, dafür sind die Sensoren in linke und rechte Hälften unterteilt und lassen sich durch das hinzufügen eines leichten nach vorne oder hinten Neigen in sämtliche Richtungen “steuern”.
Mittlerweile werden neben Wii-Fit auch noch andere Spiele vom Balance Board unterstützt, so bietet z.B. Skate II oder Shaun White Snowboarding die Steuerungsmöglichkeit via Board an. Was auch wirklich überraschend gut funktioniert. Einziges Handicap der Nutzung ist die ständige Verbindung vom Board zum Spieler, sprich wenn man vom Board geht oder ein wenig hüpft, warnt einen das System vor Schäden durch falsche Nutzung. Ansonsten ist die Nutzung nach kleiner Eingewöhnungsphase eher intuitiv als akrobatisch anstrengend.
Wer also mal eben 70-90 Euro über hat, könnte sich die Anschaffung ruhig durch den Kopf gehen lassen, den spaßig und lohnenswert ist es allemal.
